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Bürgermeisterwahl Langenselbold: Die Kandidaten im Schnellcheck

Langenselbold

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    Es kann nur einen geben: Am Sonntag entscheidet sich, ob SPD-Kandidat Timo Greuel (links) oder Tobias Dillmann (CDU) Bürgermeister von Langenselbold wird. Im Schnellcheck beantworten die Kandidaten noch einmal die wichtigsten Fragen. Archivfoto: Jan Max Gepperth

Langenselbold. Der Countdown zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt läuft. Am Sonntag können die Langenselbolder darüber entscheiden, wer neuer Bürgermeister wird - Timo Greuel (SPD) oder Tobias Dillmann (CDU). Für diejenigen, die noch nicht wissen, wem sie das Vertrauen schenken wollen, haben wir einen Schnelltest vorbereitet.

Artikel vom 28. Januar 2020 - 17:30

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So will ich in Langenselbold mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen

Greuel (SPD): Um der steigenden Nachfrage an Miet-, altengerechten und an Sozialwohnungen zu begegnen, lassen sich Bedingungen oder auch Förderungen an den Erwerb städtischer Grundstücke knüpfen. Die Stadt kann zudem selbst als Bauherr auftreten, wie dies beispielsweise auf einem städtischen Grundstück an der Kinzigstraße angedacht ist. Auch die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft, die Beteiligung an einer solchen oder die Etablierung einer vor Ort aktiv tätigen Wohnungsbaugenossenschaft sind möglich.

Dillmann (CDU): Langenselbold hat sich als attraktiver Wohnstandort entwickelt. Dazu hat auch eine Preispolitik beigetragen, die den Erwerb von Grundstücken zu Preisen unter dem Durchschnitt im Main-Kinzig-Kreis ermöglicht hat. Unter der CDU-Verantwortung sind außerdem rund 150 geförderte Wohnungen entstanden. Diesen Kurs werden wir in Niedertal IV und V fortsetzen. Dazu wollen wir konkret mit privaten Investoren und staatlichen Förderprogrammen neue, geförderte und im Mietpreis begrenzte Wohnungen schaffen.

Unsere Vereine brauchen vor allem . . .

Greuel (SPD): . . . Unterstützung in der Vereins- und Vorstandsarbeit. Es wird immer schwieriger, Mitglieder für die Vorstandsarbeit zu begeistern. Wer die Vielfalt der Vereine erhalten will, muss sich dafür einsetzen, dass sie arbeitsfähig bleiben. Im Dialog mit den Vereinsvorständen will ich herausarbeiten, „wo der Schuh drückt“, und verstärkt Hilfestellungen geben. Durch die Errichtung einer Multifunktionshalle, die für Kultur, Sport und Veranstaltungen genutzt werden kann, möchte ich neue Möglichkeiten eröffnen.

Dillmann (CDU): . . . Anerkennung und Unterstützung für das Ehrenamt. Sie leisten einen wertvollen Beitrag, der gerade für die Jugendarbeit unverzichtbar ist. Da liegt mein Schwerpunkt der finanziellen Unterstützung – für Jugendarbeit und Übungsleiter. Vereine werden schon heute mit Sportanlagen, Vereins- und Veranstaltungsräumen unterstützt. Diese modern halten, bei Bedarf offen für Erweiterungen sein, finanzielle Engagements der Vereine absichern, Plattformen für Veranstaltungswerbung schaffen – das ist Partnerschaft.

Rund 11 150 wahlberechtigte Langenselbolder können am Sonntag ihre Stimme abgeben. Archivfoto: Mike Bender

Mit diesen Maßnahmen und Projekten will ich den Klimaschutz in Selbold voranbringen

Greuel (SPD): Mit der energetischen Sanierung bestehender und dem effizienten sowie klima- und ressourcenfreundlichen Neubau städtischer Immobilien, dem Ausbau von Fotovoltaikanlagen, etwa am Rödelberg, und der Intensivierung der Nutzung regenerativer Energien. Wo möglich, sollten städtische Flächen entsiegelt und begrünt werden; Dachbegrünungen sind denkbar. Auch im privaten Bereich können hier Anreize geschaffen werden. Ein Augenmerk lege ich auf Rad, Bus und Bahn – sie sind die Zukunft der Mobilität. ​

Dillmann (CDU): Klimaschutz geht uns alle an. Wir wollen ihn ausgewogen gestalten und den Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Unser Ziel ist die Einsparung von weiteren rund 5000 Tonnen CO² bis 2026. Dazu werden wir städtische Immobilien und Fahrzeuge nach und nach auf Klimaneutralität umstellen, werden das Angebot an Ladestationen für E-Mobilität erhöhen und auf dem Gelände der ehemaligen Erddeponie Rödelberg einen Fotovoltaikpark installieren. Und dazu werden wir städtische Grünflächen ausbauen.

So möchte ich den Einzelhandel in Langenselbold stärker fördern, um auch die Innenstadt mehr zu beleben

Greuel (SPD): Eine nachhaltige Stärkung des Einzelhandels und eine damit einhergehende Belebung der Innenstadt können und werden nur im Zusammenspiel mit dem Handel- und Gewerbeverein und dem Stadtmarketingverein gelingen. Grundlage für mögliche Maßnahmen, die Hand in Hand angegangen werden sollten, sollte ein mit externer Unterstützung erarbeitetes Konzept sein. Eine Beteiligung an Förderprogrammen – wie beispielsweise dem Bund-Länder-Programm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ – kann hier neue Impulse setzen. ​

Dillmann (CDU): Die Attraktivität der Innenstädte hängt stark von der Aufenthaltsqualität ab. Gemeinsam mit Handel und Gewerbe müssen Verbesserungen erarbeitet werden. Dazu zählen eine Verbesserung der Parkraumsituation und auch eine Ausstattung des öffentlichen Raums mit WLAN und Treffpunkten. Unzufrieden bin ich mit der Wochenmarktsituation. Dieser soll grundlegend neu aufgestellt und vor allem ein Markt für regionale Produkte werden. Wenn die Menschen in der Stadt sind, wird der Handel davon profitieren.

In diesem Punkt wird sich meine Politik am deutlichsten von der meines Vorgängers Jörg Muth unterscheiden

Greuel (SPD): Selbold steht gut da. Gemeinsam mit Jörg Muth habe ich in den vergangenen zwei Jahren die Geschicke der Stadt verantwortlich geführt. Diese Arbeit möchte ich als Bürgermeister fortsetzen. Viel stärker als bisher wird das Thema „Innerstädtischer Verkehr“ an Bedeutung gewinnen, sollte ich Bürgermeister werden. Es braucht ein ganzheitliches Verkehrskonzept, um zu gewährleisten, dass die Neubau- und die Gewerbegebiete nicht dazu führen, dass sich die teils prekäre Verkehrslage noch weiter verschärft. ​

Dillmann (CDU):Alles hat seine Zeit. Unter SPD und DKP hatte unsere Stadt in allen Belangen die rote Laterne im Main-Kinzig-Kreis. Mit großer Anstrengung haben meine Vorgänger im Städtebau, der Verwaltungsmodernisierung, Schaffung neuer Arbeitsplätze, Sportanlagen, Rettungsstützpunkt und in vielem anderen mehr die Stadt auf Erfolgskurs gebracht. Die Zukunft fordert uns in Fragen der Digitalisierung, Mobilität und dem Zusammenhalt der Gesellschaft. Darin sehe ich meine Stärken: Im Umgang mit Menschen – zuhören, verstehen und gestalten.

Bei der Stichwahl müssen die interessierten Selbolder nur zwei Balken im Auge behalten. Archivfoto: Mike Bender

Als Bürgermeister freue ich mich vor allem auf . . .

Greuel (SPD):. . . die Aufgabe, die zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt zu gestalten. Stärkung der Vereine und des Ehrenamtes, Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Verkehr und Mobilität, Innenstadtentwicklung, Klimaschutz und solide Finanzen – das sind die Themen, die ich anpacken möchte, damit Langenselbold auch in Zukunft die liebens- und lebenswerte Stadt bleibt, die sie heute schon ist. Eine Stadt, die zusammenhält, für die Menschen, die hier leben. ​

Dillmann (CDU):. . . die Umsetzung von Ideen. Aus der Idee Wirklichkeit werden zu lassen, Menschen für die Mitarbeit zu gewinnen, Langenselbold zu einer weiterhin lebens- und liebenswerten Stadt zu machen. Ich spüre, dass sich die Langenselbolder mit ihrer Stadt wieder identifizieren – das möchte ich erhalten und in wichtigen Themenfeldern der Zukunft eigene Akzente setzen, sodass Langenselbold für Groß und Klein, Jung und Alt Heimat und Zuhause bleibt.

 



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