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Betriebsrat von Thermo Fischer trifft Landtagsabgeordnete

Langenselbold

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    Besuch: Gerd Ross, Conny Uffelmann, Dieter Schwede (Betriebsrat), Saadet Sönmez (Linke), Bettina Kaufeld (Betriebsrat) und Jochen Dohn (Linke) tauschten sich aus (von links). Foto: PM

Langenselbold. Die Landtagsabgeordnete Saadet Sönmez der Linken hat sich mit dem Betriebsrat von Thermo Fisher Scientific getroffen. In den Gesprächen ging es um die Pläne der Konzernspitze, rund 100 Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Sönmez forderte den Arbeitgeber zu einem fairen Lösungsvorschlag auf.   

Artikel vom 21. November 2019 - 11:40

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Auf Einladung des Betriebsrates von Thermo Fisher Scientific traf sich dieser mit der Landtagsabgeordneten der Linken Saadet Sönmez, um über den geplanten Arbeitsplatzabbau zu sprechen. Bekanntlich sehen die Pläne der Konzernspitze vor, von den 650 Arbeitsplätzen am Standort Langenselbold rund 100 ins Ausland nach Schottland und Ungarn zu verlagern.

"Entschlossen, für jeden der 100 Arbeitsplätze zu kämpfen"

Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Bettina Kaufeld sprach über die derzeitige Auseinandersetzung mit der Geschäftsführung und den Wunsch, dass ein Sozialtarifvertrag mit dem Arbeitgeber abgeschlossen werden kann. „Die Belegschaft steht zusammen und ist entschlossen, für jeden der einzelnen rund 100 Arbeitsplätze zu kämpfen.

Mit Aktionen rund um das Werk und in Langenselbold haben wir dies seit über einem Jahr unter Beweis gestellt. Unsere Bereitschaft als Betriebsrat und die Bereitschaft der IG Metall, zu einer fairen Einigung mit dem Arbeitgeber zu kommen, ist weiterhin gegeben. Wir gehen am 26. November mit guten Argumente in die gerichtlich eingesetzte Einigungsstelle“, gibt sich Kaufeld kämpferisch.

Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland hochriskant

Immer wieder wurde in dem Gespräch darauf hingewiesen, dass der Standort Langenselbold hochprofitabel arbeiten würde. Auch sei Thermo Fisher Scientific nicht in Geldnot. Zurzeit verhandele die Firma mit dem Gendiagnostik- und Biotechkonzern Qiagen wegen einer möglichen Übernahme zu einem Preis von elf Milliarden US-Dollar.

Im Standort Langenselbold würde eine Trennung von Auftragsabwicklung und Vertrieb mit der Produktion unweigerlich zu Störungen im Arbeitsablauf führen. Somit wäre die Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland für den gesamten Standort hochriskant. 

Sönmez spricht Betriebsrat Solidarität aus

Nach Ansicht des Betriebsrates von Thermo Fisher dürfte mittlerweile auch der Geschäftsleitung dies aufgefallen sein, sodass die Konzernspitze in den Vereinigten Staaten eigentlich darüber Bescheid weiß.

Die Landtagsabgeordnete Sönmez sprach ihre Solidarität und Unterstützung der Linken gegenüber dem Betriebsrat aus. Für sie ist es nicht hinnehmbar, dass der Thermo- Fisher-Konzern auf den Rücken der Beschäftigten und ihren Familien seine ohnehin schon hohen Profite noch weiter erhöhen will. Sie forderte die Arbeitgeberseite auf, endlich einen fairen Lösungsvorschlag vorzulegen, dem die Belegschaft, der Betriebsrat und die IG Metall auch zustimmen könnten. 



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