Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
sonnig
1 ° C - sonnig
» mehr Wetter

Schlechte Ernte durch Dürre: Bauern helfen sich gegenseitig

Langenselbold

  • img
    Traktorverkehr am Baumwieserhof: Die Bauern haben die Folgen der großen Trockenheit in diesem Jahr gespürt und teilweise eine magere Ernte eingefahren. Archivfoto: Kleinerüschkamp

Langenselbold. Die Trockenheit dieses Jahres hat den Langenselbolder Bauern doch sehr zu schaffen gemacht. Sie haben hohe Ernte-Einbußen vor allem im Futtermittelanbau registriert. Heu wurde zur Mangelware. Die Landwirte halfen sich gegenseitig aus.

Artikel vom 29. November 2018 - 14:26

Anzeige

Von Bruno Neumann

Wenn alle Felder abgeerntet sind, sich der Winter langsam, aber sicher ankündigt und draußen nicht mehr soviel gearbeitet werden kann und muss, zieht der Langenselbolder Ortsbauernverband stets Bilanz. Dann kommen die Familien zusammen, um ein paar gesellige Stunden zu verbringen und sich fachlich auszutauschen. Die zehn Mitgliederfamilien des Ortsbauernverbandes trafen sich zu ihrem Jahresabschluss in der Gaststätte „Deutsche Einigkeit“. Rund 30 Personen waren gekommen.

Erster Vorsitzender Gerhard Giebisch (Bauwieserhof) seine Mitstreiter mit Familien. Er fasste das fast abgelaufene Jahr wie folgt zusammen: „Wir alle hatten mit der langen Trockenheit unsere Einbußen. Der eine mehr der andere weniger.“ Alle Mitgliederfamilien hatten zwischen 20 und 45 Prozent Ernteeinbußen zu beklagen. Im Bereich des Futtermittelanbaus (Heu für Pferde und Rinder) waren die größten Verluste zu verzeichnen. Hier half man sich gegenseitig aus.

Der Ausfall bei der Ernte Mais, Gerste, Weizen und Zuckerrüben fiel nicht so sehr negativ aus. „Wir haben hier in Langenselbold zum Glück einen sehr nährreichen guten Boden“, erklärte Giebisch. Da es an diesem Abend keinerlei Ehrungen gab konnte Giebisch unmittelbar nach seiner kurzen Ansprache das Schnitzelbuffet eröffnen.

Dietmar Fischer, Wirt des Gasthauses Deutsche Einigkeit, sorgte mit riesigen Schnitzeln und dreierlei Soßen dafür, dass auch wirklich alle satt wurden. Der singende Wirt ließ es sich nicht nehmen, zur vorgerückten Stunde ein paar Lieder anzustimmen. Allerdings hatte erst seine Arbeit Vorrang. „Ich muss erst die Küche fertig machen“, kündigte er an und sorgte damit für allgemeine Heiterkeit.

An den Tischen wurde diskutiert über die vergangenen Wahlen, die Weltpolitik und wie es in der nahen und fernen Zukunft in Langenselbold, Hessen, Deutschland und der Welt wohl aussehen mag. Eines ist sicher: Ohne die Bauern – inklusive der Langenselbolder Landwirte – geht es auf jeden Fall nicht.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.