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150 Rettungskräfte bei Brand in Langenselbold im Einsatz

Langenselbold

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    Rund 150 Einsatzkräfte waren beim Brand in Langenselbold im Einsatz. Foto: Feuerwehr Langenselbold

Ein Großbrand in Langenselbold hat die Feuerwehr bis spät in die Nacht beschäftigt. Rund 150 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Artikel vom 01. August 2018 - 08:59

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Am Dienstagnachmittag wurde die Feuerwehr Langenselbold um 16:57 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in die Untergasse alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Scheune inmitten der Ortsbebauung und zwei Nebengebäude in Vollbrand standen. Da das Feuer auf mehrere Gebäude überzugreifen drohte, wurde ein umfangreicher Löschangriff mit acht Rohren, zwei Drehleitern und einem Wasserwerfer gestartet, wie die Feuerwehr Langenselbold am Mittwochmorgen mitteilte.

Zu Spitzenzeiten waren zehn Trupps unter Atemschutz gleichzeitig im Einsatz. Aufgrund der hohen Außentemperaturen und des absehbar hohen Kräftebedarfs wurden umgehend die Feuerwehren aus Rodenbach, Ronneburg, Erlensee und Neuberg nachalarmiert. Zudem war die Feuerwehr Hanau mit einer Drehleiter und dem Abrollbehälter Atemschutz im Einsatz. Weitere Kräfte aus Hanau besetzten das Feuerwehrhaus der Gründaustadt und sorgten so dafür, dass auch bei weiteren Notfällen rechtzeitig adäquate Hilfe kommt. Bereits kurz nach der Wachbesetzung rückten die Hanauer Kräfte dann auch zu einer Türöffnung in der Bogenstraße aus.

Im Laufe des Einsatzes stürzte der Dachstuhl der Scheune vollends ein und verhinderte, dass Einsatzkräfte in den Innenangriff gehen konnten. Durch den massiven Außenangriff konnten die angrenzenden Häuser gehalten werden, lediglich kleinere Schäden in Form von geschmolzenen Rollläden und geplatzten Fensterscheiben waren zu beklagen. Nach etwa einer Stunde war das Feuer weitestgehend abgelöscht, die Suche und das Ablöschen von Glutnestern zog sich bis in die Nacht hin. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte hierbei durch einen Abrissbagger, der einsturzgefährdete Gebäudeteile abriss und so den Zugang zu den Brandherden ermöglichte.

Rund 150 Einsatzkräfte aus Langenselbold und der umliegenden Feuerwehren waren zum Teil bis spät in der Nacht im Einsatz. Drei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt und durch den Rettungsdienst vor Ort behandelt, vornehmlich aufgrund von Hitzeerschöpfung.

Für die Dauer der Löscharbeiten waren die Ringstraße, die Ziegelstraße und die Untergasse für den Verkehr vollgesperrt. Etliche Schaulustige sahen die Absperrung hierbei leider eher als Empfehlung, denn als bindende Grenze zu einem Gefahrenbereich an. Durch die Polizei wurden wiederholt Passanten aus einem völlig verrauchten Bereich geschickt.

Die Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Sachschaden wurde bislang nicht beziffert.



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