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Kinder haben Spaß beim Rot-Kreuz-Feriencamp im Schlosspark

Langenselbold

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    Eine schöne Kette für das Burgfräulein: Die Betreuerinnen sorgen beim Rot-Kreuz-Feriencamp auch dafür und haben zusammen mit den Kindern viel Spaß an der Reise ins Mittelalter. Foto: Gepperth

Langenselbold. Bereits zum vierten Mal hat der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Rot Kreuz-Feriencamp in den Schlosspark geladen. Diese Woche stand für die Mädchen und Jungen komplett unter dem Motto „Mittelalter“. Mit Hilfe dieses Themas sollten die Kinder auch an ernstere Dinge herangeführt werden.

Artikel vom 15. Juli 2018 - 17:17

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Von Jan Max Gepperth

Neben der Möglichkeit an Ritterspielen teilzunehmen sowie Schwerter und Schilde zu basteln, wollten die Betreuer des DRK auch anderes Wissen vermitteln. Alles stets unter dem aktuellen Motto. „Wir versuchen, das immer thematisch einzubauen, auch in die Erste-Hilfe-Einheiten“, erklärt Kerstin Kössler, die für die Vorbereitung, Organisation und Leitung des Camps zuständig ist. „Dann wird jemand nicht behandelt, weil er sich am Cerankochfeld verbrannt hat, sondern es einen Unfall mit der Hexe gab“, verdeutlicht sie die Idee des Camps.

Dass es jedoch nicht immer möglich ist, die Vorträge anzupassen, berichtet Marion Lotter, zuständig für die pädagogische Betreuung: „Am Dienstag kamen Mitarbeiter der Bergwacht. Die erklärten den Kindern, was sie so machen und wofür sie zuständig sind. Da war es nicht so leicht, einen thematischen Bezug zum Mittelalter herzustellen.“ Ansonsten geben sich die 14 Betreuer aber große Mühe, damit die 39 Kinder nicht nur Spaß haben, sondern auch viel lernen.

„Unsere Betreuer haben alle entweder eine pädagogische Ausbildung oder haben Erfahrung mit der Jugendarbeit“, sagt Kössler. Daher wäre den Betreuern auch klar, dass die Kinder nicht über Frontalunterricht zu erreichen sind. Bei den Erste-Hilfe-Kursen wird daher viel interaktiv gestaltet und die große Gruppe aufgeteilt. „Wir schauen, dass wir die Kinder für die Kurse in drei Gruppen zu je ungefähr zwölf, 13 Kindern, teilen. Dazu kommen dann noch jeweils ungefähr vier Betreuer“, so Lotter.

Dieses Konzept scheint gut anzukommen, da, so Kössler, die Hälfte der Kinder bereits im vergangenen Jahr an dem DRK-Camp teilgenommen hatte. Eine von ihnen ist die elfjährige Ariane. Sie ist bereits zum vierten Mal dabei und sagt, dass ihr die Aktivitäten am besten gefallen würden. „Ich mag vor allem die Nachtwanderung, die Übernachtung und die Spiele“, sagt sie, „aber auch die Erste-Hilfe-Kurse. Das ist immer gut erklärt und auch leicht für die zu verstehen, die das alles noch nicht kennen.“

Doch auch einige der ehrenamtlichen Betreuer kommen regelmäßig wieder. So auch die 29-jährige Franziska Schäfer. „Ich komme besonders gern wegen des tollen Teams“, sagt die Betreuerin, die gerade ihr erstes Staatsexamen für Lehramt absolviert hat, „aber auch das Arbeiten mit den Kindern ist toll und, dass es jedes Jahr ein neues Thema gibt. Ich würde mir nur wünschen, dass sich das alles noch ein wenig mehr herumspricht.“

Der Höhepunkt des Camps war am Donnerstag der große Gauklerabend mit Grillveranstaltung. „Zum Grillen waren die Eltern auf Kosten des DRK auch eingeladen“, informiert Kössler. Um 21 Uhr wurden die Erziehungsberechtigten dann jedoch gebeten, sich von ihrem Nachwuchs zu verabschieden. Denn dann ging es zur großen Übernachtung. „Die Kinder schliefen auf Feldbetten. Das finden sie immer ganz toll“, berichtet die Leiterin des Camps von diesem besonderen Höhepunkt.

Ins Leben gerufen wurde das Camp, damit das Deutsche Rote Kreuz und sein Jugendverband mehr in das Bewusstsein der Kinder rücken. „Wir wollen jetzt keine aggressive Werbung machen“, beruhigt Kössler jedoch, „aber wir zeigen, wer wir sind und was wir so machen. Dabei lassen wir aber alle Freiheiten, denn es geht uns ja darum, dass die Kinder Spaß haben und im nächsten Jahr wiederkommen.“



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