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Kinzigsee-Verpachtung: Bürgerinitiative freut sich über Zuspruch

Langenselbold

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    Der Langenselbolder Kinzigsee: Archivfoto: Häsler

Die erst kürzlich gegründete Bürgerinitiative Selbold (BIS) ist mit dem Start ihrer Unterschriftenaktion für ein Bürgerbegehren zur Verpachtung des Kinzigsees sehr zufrieden, wie sie in einer Pressemitteilung erklärt.

Artikel vom 11. Juli 2018 - 16:02

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„Innerhalb von nur wenigen Tagen konnten bereits mehrere hundert Unterschriften gesammelt werden, zudem traten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unserer Bürgerinitiative bei“, erklärten die BIS-Sprecher Roswitha Haslauer, Hans-Georg Kraus und Rainer Schmidt.

An den bisher angebotenen Info-Ständen habe jeweils „reges Treiben“ geherrscht. Diese fanden Ende vergangener Woche am Innovationszentrum und am Ring-Center statt. Laut BIS hätten dort zahlreiche Bürger die Gelegenheit genutzt, „um sich über das Bürgerbegehren und den möglichen Bürgerentscheid zu informieren, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben“.

Stimmen Sie ab! Soll der Kinzigsee verpachtet werden oder nicht?

„Wir sind mit dem Feedback der ersten Tage sehr zufrieden. Das Bürgerbegehren kommt an“, ist das Führungsteam der BIS überzeugt. Dabei habe es viel Lob für die Initiative gegeben. Auch die Möglichkeit, sich außerhalb von Wahlen mit einer lokalen Sachfrage auseinanderzusetzen und einmal selbst mitzuentscheiden, habe für volle Unterschriftenlisten gesorgt. Erfreut zeigten sich Schmidt, Haslauer und Kraus ebenfalls darüber, dass viele Besucher der Info-Stände auch Listen mitgenommen hätten, um im Bekanntenkreis weitere Unterschriften zu sammeln.

Die Bürgerinitiative ist davon überzeugt, dass die Stadt Langenselbold durch eine Verpachtung des Kinzigsees die je nach Saison jährlichen Defizite zwischen 150 000 und 300 000 Euro einsparen könnte. Dadurch wäre es dann ebenso möglich, die Hebesätze von Grund- und Gewerbesteuer wieder zu senken. Diese haben – wie ausführlich berichtet – im Zuge der Haushaltskonsolidierung nach den Gewerbesteuerrückzahlungen von 23,2 Millionen Euro an Thermo Fisher mit 685 Punkten Grundsteuer und 430 Punkten Gewerbesteuer Rekordhöhen erreicht.

Erster Stadtrat Timo Greuel (SPD) erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er die Aktivitäten der neuen Bürgerinitiative mit Interesse verfolge. Wenn die BIS das Bürgerbegehren einreiche, sei es dann an der Stadtverordnetenversammlung, die Unterschriften zu prüfen und darüber zu entscheiden, ob es zugelassen werde. Ob das geforderte Quorum für eine Zulassung mit rund 1100 Unterschriften erreicht wäre, wie es die BIS behauptet, wollte Greuel weder bestätigen noch dementieren. Zugleich verwies der Erste Stadtrat auf den Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD, in dem explizit stehe, dass der Kinzigsee weder verkauft noch verpachtet werden soll. „Wir wollen den Kinzigsee so erhalten, wie er ist“, unterstrich Greuel nochmals die Position der Koalition.

Derweil will das Team der BIS „trotz des guten Starts nicht lockerlassen“ und hat nach der gestrigen Mitgliederversammlung (Bericht darüber folgt) für die kommenden Tage bereits weitere Aktivitäten geplant. So ist für den heutigen Donnerstag ein Infostand auf dem Langenselbolder Wochenmarkt geplant. Am Freitagabend sowie am Samstag soll es weitere Info-Stände im Stadtgebiet geben. Mehr Informationen dazu finden sich auf der Internetseite der BIS. leg
www.BIS-Selbold.de



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