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Lidl plant Bushaltestelle vor Logistikzentrum Erlensee

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    Auf den neuesten Stand gebracht: Unser Bild zeigt (von links) Winfried Ottmann, Walter Dreßbach, Stephan Zimmermann, Dirk Brunner und Andreas Theofel vor der Planzeichnung für das neue Verwaltungs- und Logistikzentrum von Lidl in Erlensee. Foto: PM 

Main-Kinzig-Kreis. Über den Stand der Lidl-Ansiedlung in Erlensee haben sich jetzt Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann und Walter Dreßbach, Leiter des Referats für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, am bisherigen Standort des Unternehmens in Alzenau informiert. 

Artikel vom 08. November 2019 - 11:58

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Dort kamen sie mit Lidl-Geschäftsführer Stephan Zimmermann, Lidl-Immobilienmanager Dirk Brunner und Lidl-Betriebsleiter Andreas Theofel zusammen. 

Firmensitz kehr nach Hessen zurück

„Es ist beeindruckend, was in Erlensee entstehen wird“, sagte Wirtschaftsdezernent Ottmann, der die Pläne und Zeichnungen studierte. Ottmann freut sich darüber, dass mit Lidl eines jener Unternehmen zurück in den Main-Kinzig-Kreis kommen wird, die in den 1980er, 1990er Jahren ihren Firmensitz von Hessen nach Bayern verlegt hatten.

Lidl-Geschäftsführer Zimmermann lobte die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis, die er als sehr professionell beschrieb. Schnell seien dank der guten Wirtschaftsförderung des Kreises die „Weichen auf Erfolg gestellt“ gewesen, so Zimmermann. Dirk Brunner sprach von einer verhältnismäßig kurzen Vorbereitungszeit für das komplexe Großprojekt und einem dennoch zügigen Genehmigungsverfahren. 

Unternehmen rechnet mit 470 Mitarbeitern

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um ein Großprojekt, welches nicht nur neue Arbeitsplätze nach Erlensee bringen, sondern auch einen sechsstelligen Betrag an Gewerbesteuereinnahmen in die Stadtkasse von Erlensee spülen soll. Bislang beschäftigt Lidl am Standort Alzenau um die 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Erlensee sollen es zum Start 340 Mitarbeiter werden, wenn alles fertig ist, rechnet die Unternehmensleitung mit einem Bedarf an 470 Mitarbeitern, verteilt auf 15 Berufsfelder: von Personalfachkräften über Kommissionierer bis hin zu Bauingenieuren und Betriebswirten. 

Ottmann nutzte den Besuch, um zu erfahren, wo es womöglich noch hakt und welche Informationen weitergeleitet werden müssen, damit die Planungen zügig voranschreiten können. So ging es etwa um die Frage der Busanbindung durch die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) Main-Kinzig. Lidl plant vor dem neuen Standort eine Haltestelle. Auch die Einbindung des Kinzigtal-Radwegs ist berücksichtigt worden. 

Energiesparend: Strom für Kühlung wird auf dem Dach erzeugt

Auf dem Dach des Logistikzentrums wird eine Photovoltaik-Anlage 1,18 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen und dabei um die 780 Tonnen Kohlendioxid einsparen. „Das ist eine zukunftssichere Investition“, sagte der Lidl-Geschäftsführer. Denn: „Wir erzeugen den Strom für unsere Kühlung selbst“, erklärte Zimmermann. Das Verwaltungs- und Logistikgebäude soll nach DGNB-Platin zertifiziert werden. „Diese Zertifizierung ist das renommierteste und relevanteste Gütesiegel für nachhaltiges Bauen und Platin der höchste zu erreichende Nachhaltigkeitsgrad“, erläuterte Stephan Zimmermann und fügte hinzu: „Das wird uns herausfordern.“

Vom Logistikzentrum Erlensee aus können im Endausbau perspektivisch bis zu 120 Lidl-Filialen in der Region Rhein-Main mit Lebensmitteln und Produkten für den täglichen Bedarf versorgt werden. Die dafür benötigten 20 bis
30 Lastwagen sollen im Rahmen eines deutschlandweit einmaligen Pilotprojekts mit Erdgas betrieben werden – diese Fahrzeuge erzeugen nicht nur weniger Lärm, sie verursachen auch 95 Prozent weniger Feinstaub und 24 Prozent weniger Kohlendioxid als herkömmliche Dieselfahrzeuge. Der neue Standort im Gewerbegebiet Erlensee liege so weit von den Wohngebieten entfernt, dass die Anwohner nicht mit Lärmbelästigungen rechnen müssten, führte Stephan Zimmermann aus. Zudem sei klar geregelt, dass die Fahrer gleich auf die Autobahnen auffahren müssen. 

Wasser soll aufbereitet werden

Ottmann und Dreßbach zeigten sich beeindruckt von der Größe der angedachten Blühflächen. Dort soll es einmal auf 28 000 Quadratmetern summen und brummen. Das Unternehmen will am neuen Standort zudem durch die Aufbereitung von Brauchwasser Trinkwasser einsparen – 2500 Kubikmeter Wasser pro Jahr. Darüber hinaus wird eine Regenwasser- und Oberflächenwasserversickerung realisiert. Lidl plant für das Gesamtprojekt mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren. how



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