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Fusion Erlensee/Neuberg: Bürgerinitiative will Fahrdienst gründen

Erlensee/Neuberg

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    Die Jugendarbeit in Erlensee ist für die SPD vorbildlich. Davon könnte Neuberg profitieren. Foto: PM 

Neuberg/Erlensee. Vor dem Urnengang am Sonntag haben Befürworter und Gegner der Fusion von Erlensee und Neuberg noch einmal für ihre Positionen geworben. Die fusionskeptische Bürgerinitiative Neuberger für Neuberg erwägt die Gründung eines Fahrdienstes für Senioren. Und die SPD aus Neuberg lobt die Erlenseer Jugendarbeit. 

Artikel vom 07. November 2019 - 12:27

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Die Bürgerinitiative Neuberger für Neuberg sieht sich unmittelbar vor dem Bürgerentscheid in ihrem Nein zur Fusion bestärkt. „Die vielen offen gebliebenen Fragen und die Reaktionen in der Podiumsdiskussion haben deutlich gezeigt, dass eine Vielzahl von Bürgern nicht bereit ist, einen Blankoscheck für irgendwelche Visionen auszustellen.“, so Melanie Esch, Fraktionsvorsitzende der Grünen und Mitglied der Bürgerinitiative.

Bürgerinitiative sieht großen Zusammenhalt in Neuberg

Die vergangenen Wochen und Monate hätten zugleich gezeigt, dass es in Neuberg einen großen Zusammenhalt über Parteigrenzen hinweg und viel bürgerschaftliches Engagement auch ohne Parteizugehörigkeit gebe. Diesen Schwung gelte es nach einer Ablehnung der Fusion mitzunehmen, führte Andreas Möhn, ebenfalls Mitglied der Bürgerinitiative aus. 

Deshalb werde im Kreis der Bürgerinitiative bereits erwogen, einen Verein zu gründen, in dem sich Neuberger für ihr Dorf engagieren könnten. Vorbild könnte der „Schützenhof“ in Rodenbach sein. Erstes Ziel müsse die Verbesserung der Mobilität gerade für ältere oder gehbehinderte Menschen sein. Hier leiste der Fahrdienst „Bürger für Rodenbach“ Großartiges. „Wir sind sicher, dass wir Ähnliches auch in Neuberg schaffen können, gegebenenfalls auch mit weiteren Partnern“, ist Andreas Weiß, ebenfalls Mitglied der Bürgerinitiative und Mitglied der CDU-Fraktion, überzeugt. 

SPD: Neuberger können von Erlenseer Jugendarbeit profitieren

Die Neuberger SPD lobt derweil die Jugendarbeit in Erlensee, von der auch die Neuberger im Falle einer Fusion profitieren könnten, so die Sozialdemokraten. „Wenn wir davon sprechen, dass viele freiwillige Leistungen in Neuberg in den letzten Jahren kaum finanzierbar waren, dann betrifft das auch den Bereich Kinder- und Jugendarbeit. Das Angebot, das Erlensee derzeit vorhält, ist im Neuberger Haushalt nicht vorstellbar.

Denn hier ist entscheidend, was eine Kommune pro Kopf ausgeben kann. Am Angebot der Kinder- und Jugendarbeit zeigt sich für uns ganz klar ein Vorteil durch eine Fusion“, so die Ortsverbandsvorsitzende Yasmin Schilling und Michéle Richter. Mit einer Fusion würden sich aus ihrer Sicht ganz neue Möglichkeiten und Chancen für junge Menschen eröffnen.

Kinder- und Jugendarbeit dient als Vorbild

„Die Stadtverwaltung und die evangelische Kirchengemeinde in Erlensee arbeiten in der Jugendarbeit Hand in Hand.“ So wurde 2003 das Team Kinder- und Jugendarbeit (TKJE) gegründet. Den Löwenanteil aller Kosten trägt die Stadt Erlensee. In Langendiebach befindet sich das Jugendzentrum und in Rückingen ist eine Dependance. Zum Team gehören vier hauptamtliche Diplom-Sozialpädagogen sowie ehrenamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte.

„Dass die Kinder- und Jugendarbeit in Erlensee für die umliegenden Ortschaften als Vorbild dient und kreisweit bekannt ist, verwundert angesichts des großen Angebots nicht“, so Richter und Schilling. Bereits jetzt werde das Angebot auch bei Neuberger Jugendlichen angenommen. „Die Arbeit sei gewachsen, weil die Mitarbeiter mit ganzem Herzen hinter der Arbeit mit den jungen Menschen stehen. Davon profitiert das Zusammenleben aller Mitbürger“, wie Fuchs berichtete. how



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