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Erlensee wählt Stefan Erb wieder zum Bürgermeister

Erlensee

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    Umringt von Freunden, Familie und seiner Frau Vanessa nahm Erb im Sitzungssaal des Rathauses, wo die Auszählung stattfand, die Gratulationen entgegen.Foto: Mike Bender

Erlensee. Schon nach Auszählung von einem Bezirk lag Amtsinhaber Stefan Erb (SPD) klar vorne. 59,44 Prozent zeigte der Bildschirm im großen Sitzungssaal des Rathauses kurz nach 18.30 Uhr für den Sozialdemokraten an. 

Artikel vom 08. September 2019 - 17:46

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Von Monica Bielesch

Seine stärkste Konkurrentin war zu diesem Zeitpunkt mit 25,37 Prozent Renate Tonecker-Bös von den Grünen. Christdemokrat Michael Börner (8,52 Prozent) und die unabhängige Kandidatin Carmen Merz (6,57 Prozent) waren zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlagen.

Am Ende als kurz nach 19 Uhr alle acht Wahlbezirke ausgezählt waren und in der SPD-Ecke lauter Jubel aufbrandet war das Ergebnis sogar noch deutlicher. Mit 62,48 Prozent gelang Stefan Erb ein für alle Beobachter eindeutiges Ergebnis und er muss nicht mehr in eine Stichwahl. Auf diese Stichwahl hatte Tonecker-Bös, die am Ende auf 20,22 Prozent kam, vorher gehofft. Aber sie zeigte sich als faire Verliererin und gehörte zu den ersten Gratulaten beim alten und neuen Bürgermeister. 

Der war den Abend über nicht nur umringt von Parteifreunden aus Erlensee. Auch Landrat Thorsten Stolz, Landtagsabgeordneter Christoph Degen, Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder und der Bruchköbler Bürgermeister-Kandidat der SPD Perry von Wittich hatten den Weg ins Rathaus gefunden, um ihren Parteigenossen zu unterstützen. 

Messpunkt der bisherigen Arbeit

„Diese Wahl war auch ein Messpunkt meiner bisherigen Arbeit und es ist schön, so ein Ergebnis zu bekommen, denn es zeigt, dass die Menschen zufriedem damit sind. Eine Anerkennung meiner Arbeit“, sagte ein zufriedener, aber auch erleichterter Wahlsieger. Denn: „Wir hatten auch schwierige Jahre, aber unser langer Atem bei den strukturellen Veränderungen hat sich bewährt.“ 

Lange auf dem Sieg ausruhen kann der 46-Jährige sich nicht. Denn es geht direkt in die nächste Kampagne: Fusion mit Neuberg lautet das nächste Ziel. Und so strahlte Neubergs Bürgermeister Iris Schröder besonders über Erbs Wahlsieg. „Dass die Erlenseer seine tolle Arbeit honoriert haben, freut mich riesig“, sagte sie.

Und selbst der CDU-Kandidat Michael Börner musste nach Bekanntgabe des Endergebnisses zugeben: „Die Erlenseer wollten das Bewährte behalten.“ Er hatte sich persönlich ein besseres Ergebnis für sich erhofft, aber wohl nicht auf die richtigen Themen gesetzt. Börner bedauerte die sehr geringe Wahlbeteiligung. Noch nicht mal die Hälfte der rund 11 000 Wahlberechtigten hatten den Weg in eines der Wahllokale gefunden.

Das hatte am frühen Nachmittag schon Dr. Axel Friedrich befürchtet, Wahlvorsteher im Wahlbezirk 1 im Feuerwehrgerätehaus Rückingen. „Sehr verhalten“ sei die Beteiligung gewesen, so Friedrich eine Stunde vor Schließung der Wahllokale. 

Volles Rathaus bei Auszählung

Dafür war es im Rathaus bei der Auszählung umso voller. Alle Kandidaten hatten ihre Wahlkampfteams und Unterstützer um sich gescharrt und schauten gebannt auf den großen Bildschirm, der ständig aktualisiert wurde. Nur die unabhängige Kandidatin Carmen Merz wartete mit einigen Freunden vor dem Rathaus.

Drinnen zeigte sich die Grüne Renate Tonecker-Bös gefasst darüber, dass sie es nicht in eine Stichwahl geschafft hatte. Sie erzielte mit knapp 20 Prozent einen starken Achtungserfolg. Durch die vielen Gespräche mit Bürgern hätte sie viele neue Impulse erhalten. „Wir konnten auch neue Themen setzen, die dann auch die SPD übernommen hat. Darum können wir als Grüne zufrieden sein“, so Tonecker-Bös.

Als das Endergebnis feststeht, muss Stefan Erb viele Menschen umarmen, die ihm geholfen und ihn unterstützt haben. „Mein Team hat einen tollen Wahlkampf geführt, diese Unterstützung zu haben, das trägt mich“, sagt er dankbar.

 



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