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Bruchköbel: Neuer Anlaufpunkt für Jugendliche

Bruchköbel

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    In den ehemaligen Räumlichkeiten der Sozialen Dienste an der Hauptstraße sind Räume für Jugendliche geschaffen worden. Foto: Monica Bielesch

Bruchköbel. In der Innenstadt von Bruchköbel wird nicht nur abgerissen, wie aktuell das Parkhaus am Rewe. Es wird auch renoviert, und neue Räume und Treffpunkte werden geschaffen. So erhielten die ehemaligen Räumlichkeiten der Sozialen Dienste an der Hauptstraße 26 a in den vergangenen Monaten mehr als einen neuen Anstrich.

Artikel vom 10. Januar 2020 - 11:44

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Von Monica Bielesch

Andreas Kalski, Fachbereichsleiter Jugend, Kultur und Soziales, zeigt beim Ortstermin, was im neuen Infopoint auf rund 130 Quadratmetern geplant ist. Offiziell eröffnet wird der Infopoint am Donnerstag, 16. Januar, mit geladenen Gästen.

Sicherheit hat höchste Priorität

Die Renovierung habe etwas länger gedauert als geplant, berichtet Kalski und zeigt auf den Grund, der an der Wand zu sehen ist. „Alle Steckdosen sind komplett erneuert worden und entsprechen nun den neuesten Sicherheitsvorschriften.“

Hintergrund ist der tödliche Unfall eines Kindes in einer Frankfurter Kindertagesstätte Ende vergangenen Jahres. Weil die Räume nicht nur vom neuen städtischen Jugendtreff, sondern auch von Gruppen mit Kleinkindern genutzt werden sollen, habe die Stadt auf größtmögliche Sicherheit geachtet, so Kalski. 

Tischkicker und Sofaecke zum chillen

Im großen hellen Hauptraum des Infopoints sollen sich diverse Gruppen treffen können. Eine Sofaecke mit Sesseln sowie viele neue Tische bieten Möglichkeiten zum Zusammenkommen. Aus dem ehemaligen Jugendzentrum wurden ein alter Kicker, Schränke und Stühle übernommen. An den Wänden hängen Kunstwerke von Schülern des neunten und zehnten Jahrgangs des Lichtenberg Oberstufen Gymnasiums (LOG).

Kalski steht im engen Kontakt mit den örtlichen weiterführenden Schulen. „Mit dem LOG gab es schon Gespräche über die Jugendarbeit und inwieweit die Jugendlichen die Räume hier mitgestalten können.“ Geplant sind beispielsweise regelmäßige Ausstellungen von LOG-Kunstkursen.

Drei Tage in der Woche geöffnet

„Das Hauptziel in diesen Räumlichkeiten ist eine Erweiterung der städtischen Jugendarbeit“, betont Kalski. An drei Nachmittagen öffnet der Infopoint seine Türen für Jugendliche ab zwölf Jahren. Betreut wird der Jugendtreff vom städtischen Jugendreferat. Die dortige Mitarbeiterin Nicole Lenz soll ab März von einem weiteren neuen Mitarbeiter unterstützt werden, kündigt Kalski an.

Außerdem will die Stadt noch Brettspiele und einen Computer für die Jugendlichen bereitstellen. Aus der Erfahrung des erfolgreich laufenden Jugendcafé in der evangelischen Jakobus-Gemeinde wisse man, dass die Jugendlichen in erster Linie nur einen Anlaufpunkt suchen. „Einfach eine Möglichkeit sich zu treffen“, so Kalski.

Stadt sucht weiter nach Räumen für Jugendzentrum

Unabhängig vom neuen Infopoint suche die Stadt jedoch weiterhin nach zentral gelegenen Räumen oder Gebäuden für ein neues Jugendzentrum, berichtet der Fachbereichsleiter. So seien beispielsweise auch schon an die jetzt leerstehenden Räume des alten Fitnesszentrums V8 an der Friedberger Landstraße in Betracht gezogen worden. Allerdings habe sich die geforderte Miete als zu hoch herausgestellt, so Kalski.

Im größten Raum des neuen Infopoints sollen auch weitere Gruppen zusammenkommen können, wie die Stadtteilmütter, eine Mutter-Kind-Kulturgruppe, das Frauencafé sowie das Café Barrierefrei und das Frauenforum International. Ein weiterer Nutzungsschwerpunkt sei die Betreuung von Familien, erläutert Kalski beim Rundgang weiter. Insbesondere könnte nun das Thema Kindertagpflege intensiver bearbeitet werden. Kalski: „Die Kindertagespflege wollen wir ausbauen.“ 

Sprechstunden vom Frauen- und vom Jugendreferat

Und so werden im Infopoint Claudia Krämer vom Frauenreferat und Nicole Lenz vom Jugendreferat ihre Büros haben und ihre Sprechstunden anbieten: Für Kindertagespflege, für Eltern und Jugendliche und für Frauen. Unterstützt werden sie zeitweise von Stefanie Winkler vom Seniorenbüro. Als Anlaufpunkt für diese Personengruppen seien die zentral gelegenen Räume ideal. Eine Küche mit Sitzgelegenheiten und Lagerräume runden die neue städtische Dependance ab.

Bürgermeister Günter Maibach wird den Infopoint am Donnerstag, 16. Januar offiziell feierlich eröffnen. Und ab dem 20. Januar starten die Gruppentreffen. Dann können sich die Jugendlichen auch einen Namen für ihren Treff überlegen, der soll dann außen auf das große Schild geschrieben werden. „Dafür haben wir es weiß gelassen.“ Und wenn möglich und von den Teens gewollt, gibt es einen korrespondierenden Namen für den kirchlichen Jugendtreff. So wie Mario & Luigi oder Ernie & Bert.



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