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Bruchköbel: Abriss des Parkdecks startet chaotisch

Bruchköbel

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    Viele Innenstadtbesucher wollten es am Donnerstag noch nicht wahrhaben: Der Parkplatz war am frühen Morgen fast voll belegt. Erst als das Abbruchunternehmen Betonbarrieren vor die Zufahrt schob, ebbte der Zustrom ab. Foto: Holger Weber

Bruchköbel. Schimpfende Autofahrer und ratlose Zulieferer: Der Start der Abrissarbeiten am Parkdeck in der  Innenstadt verläuft gestern Morgen holprig, um nicht zu sagen chaotisch. Von einer ordnenden Hand ist keine Spur. „Wo sind eigentlich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes?“, so ein ratloser Passant. 

Artikel vom 03. Januar 2020 - 10:17

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Von Holger Weber

„Das muss sich alles erst noch einspielen“. Diesen Satz hört man sehr häufig auf dem Rewe-Areal. Viele Innenstadtbesucher scheinen von der bereits seit Wochen bekannten Sperrung des Areals gar nichts mitbekommen zu haben und steuern ihr Fahrzeug unbekümmert auf die Parkflächen.

Keine Ansprechpartner vor Ort

Mitarbeiter des Stadtmarketings tauschen unterdessen die kleinen Hinweisschilder gegen große aus und müssen regulierend eingreifen, weil ein Lkw-Fahrer zunächst nicht weiß, wie er seine Waren zum Rewe bringen soll. Städtische Ansprechpartner sucht man vergebens.

Hier geht's zum Kommentar von HA-Redakteur Holger Weber.

Das Problem sei vor allem die verspätete Ankunft des Unternehmens gewesen, das für die Absperrung mit Bauzäunen zuständig ist, berichtet Norbert Nattermann, der mit seinem Team des Wiesbadener Abbruchunternehmens Conrad in den nächsten Tagen das alte Parkdeck im Zuge des Innenstadtumbaus Stück für Stück zerlegen wird.

Große Bagger rollen am Montag an

Zehn Tage, so Nattermann, dann sei das Parkdeck Geschichte. In dieser Woche würden nur vorbereitende Arbeiten vorgenommen. Die großen Bagger kämen erst ab Montag zum Einsatz. 

Der erfahrene Baggerführer beobachtet die Szenerie auf dem Parkplatz mit Gelassenheit. „Das wird sich regeln“, sagt er. Manchmal drückt er auf die Hupe seines Baggers, wenn vorne wieder einer Pkw auf den Parkplatz einbiegt. Erst als er die Zufahrten mit den schweren Betonteilen aus dem Parkdeck versperrt, versiegt der Strom von Fahrzeugen. 

Auch Taxi-Shuttle hat seine Probleme

Zugeparkt ist vor dem Eingang des Rewe-Marktes auch die Standfläche des Shuttlefahrzeuges, das seit gestern zwischen dem Festplatz und der Innenstadt pendelt. Taxifahrer Nassim Hoseinzadah sucht vergeblich einen Platz, auf dem er sein Großraumtaxi abstellen kann. Zunächst für zwei Monate will die Stadt Bruchköbel donnerstags und freitags den kostenlosen Pendelbus vorhalten.

Am ersten Tag sind es sehr viele Leerfahrten, die der Bruchköbeler Taxiunternehmer unternimmt. Alle 15 Minuten, so sei der Plan, fährt er entweder vom Festplatz oder der Innenstadt los. Am Morgen hätten einige Berufstätige seinen Service in Anspruch genommen, berichtet er. „Ich glaube, dass bald noch mehr Leute mit mir fahren werden. Es muss sich erst noch rumsprechen, dass es dieses Taxi gibt.“ Zu Fuß sind es zwischen Festplatz und Innenstadt bei zügigem Gang fünf Minuten. 

Buchhändlerin macht Event aus erstem Abrisstag

Am Inneren Ring dampft derweil der der Glühwein im Ladenlokal von Buchhändlerin Sandra Corell, die aus dem Baustart einen Event für ihre Kunden gemacht hat. Es gibt heiße Getränke und eine gute Aussicht auf das Geschehen vor dem Parkdeck, das sich gegen Mittag beruhigt.



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