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Bruchköbeler CDU stellt sich neu auf

Bruchköbel

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    So präsentierte sich die CDU nach den Wahlen: Max Schad, Alexander Kitzmann, Nicholas Zeitler, Thomas Sliwka, Christian Zocher, Lisa-Marie Aschoff, Christian Litzinger, Karina Reul, Viola Weigl-Franz, Yvonne Schmitt, Anja Wiltheiß, Henning Wagner, Moritz Gutbier, Volker Rode, Michael Reul MdL. Foto: PM 

Bruchköbel. Eine neue Vorsitzende, zwei neue Stellvertreter und viele weitere neue und vor allem junge Gesichter im Vorstand: Die CDU Bruchköbel will nach dem Debakel bei der Bürgermeisterwahl einen Neuanfang in der Stadt wagen.

Artikel vom 18. Dezember 2019 - 11:09

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Von Holger Weber

So zumindest soll die Botschaft, die die Christdemokraten am Montagabend nach außen gesendet haben, verstanden werden. 

Reul die erste Frau an der CDU-Spitze

Karina Reul wird, wie bereits im Vorfeld vermutet, von nun an die Partei führen. Erstmals wurde somit eine Frau an die Spitze der Bruchköbeler CDU gewählt. Und mit 37 von 39 Stimmen bei zwei Enthaltungen war es zudem ein einstimmiges Ergebnis. Reul löst Thomas Sliwka ab, der das Amt des Stadtverbandsvorsitzenden und Fraktionschefs bisher in Personalunion bekleidet hatte. Sliwka wird also von nun an nur noch der Fraktion vorstehen.

 Als stellvertretende Vorsitzende schieden Ralf Spachowsky und Carsten Hübscher aus vornehmlich beruflichen Gründen aus, wie es hieß. Für sie rückten Christian Zocher und Alexander Kitzmann nach. Zocher war einst CDU-Stadtverordneter in Hanau, Kitzmann hatte bisher die Funktion des Schriftführers inne.

Vorstand wird verjüngt

Ein neues Gesicht ist Yvonne Schmitt, die Assistentin des CDU-Fraktionsgeschäftsführers im Kreis, die als Beisitzerin gewählt wurde. Zu Beisitzerinnen wurden zudem Anja Wiltheiß und Lisa-Marie Aschoff gewählt. Mit Hennig Wagner (Schriftführer) und Moritz Gutbier wurden auch zwei Mitglieder der Jungen Union in den Vorstand integriert.

„Ich freue mich, dass wir nun auch junge Leute im Vorstand haben, die gehören dazu“, sagte Reul. Bei der Jahreshauptversammlung hatte der CDU-Nachwuchs zudem für eine Ausweitung des Vorstandes plädiert, konnte sich mit diesem Vorschlag jedoch nicht durchsetzen.

Weiterhin Spannungen innerhalb der Partei

„Wir können schön von einem Wandel sprechen“, bilanzierte Fraktionschef Thomas Sliwka. Zwar gebe es nach wie vor Spannungen, die man nicht einfach „so wegwischen“ könne. Dennoch sei er zuversichtlich, dass die CDU nun wieder auf einem guten Weg sei. Zu seiner Position meinte der Niederissigheimer, der bei der Bürgermeisterwahl als unabhängiger Kandidat angetreten war: „Ich habe Lust auf die Politik und ich freue mich auf die Arbeit als Fraktionschef.“

Mit Blick auf den Koalitionspartner SPD, der scharfe Kritik an seinem Stil innerhalb des Bündnisses geübt hatte, erneuerte er seinen Standpunkt, dass die SPD einen Fehler machen würde, sollte sie nun aus der Koalition ausscheiden. „Ohne uns bekommt die SPD keine Mehrheiten für ihr Programm.“ „Statt ständig Kritik zu üben“ empfahl er dem Koalitionspartner mehr „Eigeninitiative“ zu ergreifen. 

SPD will Gespräch suchen

Die Bruchköbeler SPD hat derweil angekündigt, das Gespräch mit der neuen CDU-Chefin Karina Reul zu suchen. Eine entgültige Entscheidung über die Fortführung der Koaltion fällt wohl erst im Frühjahr 2020.



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