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Flüchtlingshilfe beteiligt sich am Projekt "Box of Love"

Bruchköbel

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    Eine von drei Sammelstellen im Stadtgebiet: In ihrem Buchgeschäft nimmt Sandra Corell die Hygieneartikel entgegen und fährt sie dann zur zentralen Sammelstelle ins Flüchtlingscamp, wo sie verpackt werden. Foto: Monica Bielesch

Bruchköbel. „Es soll eine niederschwellige Aktion sein und möglichst viele ansprechen“, sagt Andreas Schafranka von der Bruchköbeler Flüchtlingshilfe zu der aktuellen Hilfsaktion für die Flüchtlinge aus der griechischen Insel Lesbos.

Artikel vom 02. Dezember 2019 - 11:32

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Von Monica Bielesch

Dafür sammelt die Flüchtlingshilfe Bruchköbel gemeinsam mit den örtlichen Flüchtlingen an drei Stellen in der Stadt vor allem Hygieneartikel. Damit soll das europaweite Hilfsprojekt „Box of Love“ unterstützt werden, das initiiert wurde, um den Menschen in den überfüllten Lagern auf der griechischen Insel Lesbos Hilfe zukommen zu lassen.

Spenden an überfüllte Flüchtlingslager auf Lesbos

Die Spenden werden zunächst zentral im Bruchköbeler Flüchtlingscamp gesammelt, dann dort in Pakete verpackt und an eine Sammelstelle in Deutschland geschickt. Dort werden sie verwahrt bis ein ganzer Container voll ist, der dann per Lkw und Schiff auf die Insel Lesbos gebracht wird. Da werden die Spenden in den völlig überfüllten Flüchtlingslager, wo rund 14 000 Menschen, darunter 4 000 Kinder leben müssen, verteilt.

Gebraucht werden vor allem Hygieneartikel, wie Handseife, Duschgel, Shampoo, Einwegrasierer, Rasierschaum, Zahnpasta, Kinderzahnpasta, Damenbinden (aber keine Tampons), Körperlotion, Deodorant (kein Spray), Zahnbürsten, Haarbürsten, Nagelschneider, Nagelfeilen und Läuselotion. Die Organisatoren bitten darum, dass die Hygieneprodukte originalverpackt abgegeben werden. Ebenso benötigt werden für Babys Windeln, Schnuller, Feuchttücher, Creme und Puder. Und warme Winterschuhe für Kinder und Erwachsene.

Hygieneartikel und Wintersachen werden gebraucht

„Wintersachen und Hygienesachen werden jetzt am nötigsten gebraucht“, so Schafranka. Wenn genügend Spenden zusammen sind, packen Helfer und Flüchtlinge, die in Bruchköbel ansässig sind, große Pakete damit voll. „Die sind 60 mal 60 mal 60 Zentimeter groß und dürfen nicht mehr als 20 Kilogramm wiegen“, erklärt Schafranka.

Eine der Sammelstellen ist in der Rathaus Buchhandlung im Inneren Ring, wo Buchhändlerin Sandra Corell die Spenden entgegen nimmt. Sie beteiligt sich gerne an dem Hilfsprojekt. „Das sind Menschen in Not, darum helfe ich“, sagt Corell, die einige Jahre ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert war. Durch seine zentrale Lage bietet sich ihr Buchgeschäft als Sammelstelle für Spenden an. Die bei ihr abgegebenen Sachen fährt Corell dann ins Flüchtlingscamp. Besonders Babywindeln seien bei ihr schon abgegeben worden, erzählt Corell. Weitere Sammelstellen sind die Fahrradwerkstatt an der Hauptstraße und das Flüchtlingscamp an der Friedberger Landstraße.

Idee stammt aus Maintal

Die Idee dazu, an dieser Aktion teilzunehmen, hat Andreas Schafranka, der seit Jahren stark in der Flüchtlingshilfe in Bruchköbel engagiert ist, sich aus Maintal abgeschaut, wo der Arbeitskreis Asyl gemeinsam mit Flüchtlingen bereits einige Pakete nach Lesbos schicken konnte. Ursprünglich hat die griechische, nicht staatliche Organisation „Attika Human Support“, die auf Lesbos die Flüchtlinge unterstützt das Projekt „Box of Love“ ins Leben gerufen. 

Informationen
Sammelstellen: Rathaus Buchhandlung, Innerer Ring 5: Mo. bis Fr. 9 bis 12.30 und 14.30 bis 18, Sa. 9 bis 12.30 Uhr. Fahrradwerkstatt, Geschäftszentrum Innerer Ring 1. Mo. 15 bis 17 Uhr, Fr. 14 bis 16 Uhr. Im Flüchtlingscamp, Friedberger Landstraße 2, gegenüber Fitnesscenter Ixmal. Abholung ist auch möglich: Mail an info@fluechtlingshilfe-bruchkoe bel.de.


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