Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
bedeckt
5 ° C - bedeckt
» mehr Wetter

Innenstadtumbau: Diese Verkehrsbelastung kommt auf Bruchköbel zu

Bruchköbel

  • img
    Abriss zum Jahresbeginn: Für den Beginn der Arbeiten am Parkdeck gibt es jetzt mit dem 2. Januar einen Termin. Mit dem Verbau der Baustelle wird schon früher begonnen. Archivfoto: Axel Häsler

Bruchköbel. Mit Beginn des neuen Jahres soll der Innenstadtumbau so richtig in Fahrt kommen. Am 2. Januar wird nach Angaben von Bauamtsleiter Holger Entzel mit dem Abriss des Parkdecks in der Innenstadt begonnen. Der Starttermin mit Rücksicht auf die Einzelhändler von Anfang Dezember in den Januar verschoben worden.

Artikel vom 20. November 2019 - 12:07

Anzeige

Von Holger Weber

Die Händler hatten wegen der zu erwartenden Verkehrsprobleme in der Innenstadt um ihr Weihnachtsgeschäft gefürchtet. Hieß es zunächst, man werde dann Mitte Januar mit den Arbeiten beginnen, so ist der Termin wieder einmal nach vorne verlegt worden. Mit dem Verbau und der Einrichtung der Baustelle soll bereits nächste Woche begonnen werden, berichtete Entzel am Montagabend bei der Bürgerversammlung im Bürgerhaus. Kurz danach werden auch die Spundwände errichtet, die später die Baugrube sichern sollen.

2000 Lkw-Ladungen Erde werden abtransportiert

Vor allem die Erdarbeiten, mit deren Beginn für Februar gerechnet wird, werden für den innerörtlichen Verkehr eine hohe Belastung darstellen. Für den Bau der Tiefgarage müssen rund 40 000 Kubikmeter Erde abtransportiert werden. Das entspricht etwa 2000 Lkw-Ladungen.

Die Erde soll nach Planungen des Bauamts über die Hauptstraße in Richtung Viadukt abgefahren werden. Von dieser Variante versprechen sich die Planer die geringste Belastung. Schlammige Straßen und Staub ließen sich während dieser Zeit jedoch kaum vermeiden. 

Keine Lösung für Parkproblematik

Noch immer recht unklar ist, wie der Wegfall der mehr als 200 Parkplätze in und rund um das Parkdeck kompensiert werden kann. Einige Bürger bezweifelten, dass der Festplatz am Kirleweg, der bereits vor geraumer Zeit als Ausweichparkplatz geschaffen worden war, geeignet und ausreichend sei.

„Niemand schleppt doch seine Einkaufstaschen vom Markt bis zum Festplatz“, bemerkte ein Bürger spöttisch. Ein andere fragte augenzwinkernd, wer denn die Einkaufswagen vom Festplatz wieder zurück zum Rewe-Markt bringe.

Shuttle-Bus oder Lieferservice standen im Raum

 Die Problematik ist den städtischen Planern durchaus bekannt. Ideen sind viele herausgearbeitet worden. Shuttle-Bus, Mietfahrräder, Roller, einen Lieferservice, Taxis zu vergünstigten Preisen. Bruchköbels ehrenamtliche Stadträtin, die den erkrankten Bürgermeister Günter Maibach kurzfristig vertreten müsse, zählte alle diese Ideen noch einmal auf. Aber letztlich ist es noch unklar, wie den Bürgern und auch dem Einzelhandel geholfen werden kann.

Es werde auch viel davon abhängen, wie der neue alte Festplatz als Ausweichfläche angenommen werde, hieß es. Im Bauamt wurden in den letzten Monaten viele Optionen geprüft und letztlich wieder verworfen. Es gab die Idee, einen Parkplatz auf der Wiese des Krebsbachparks einzurichten. Für diese Variante hatte sich seinerzeit vor allem die CDU im Stadtparlament stark gemacht.

Krebsbachpark keine Alternative

Allerdings regte sich schon kurz darauf der Widerstand von Anwohnern, die entweder unmittelbar am Krebsbachpark leben oder dort allmorgendlich ihre Hunde ausführen. Auch wäre die Einrichtung zu teuer geworden, heißt es. Vor allem aber hätten verkehrliche Gründe dagegen gesprochen.

Angedacht war kurzzeitig auch eine zeitlich begrenzte Umwandlung des Inneren Rings zu einer Einbahnstraße, in der die Autos hätten quer parken sollen. Auch dies sei vor allem wegen des Busverkehrs in der Zone verworfen worden, wie unsere Zeitung gestern am Randes der Bürgerversammlung erfuhr. 

110 Autos können auf Festplatz parken

Nun bleibt zunächst einmal nur der Festplatz am Kirleweg, der immerhin Platz für 110 Fahrzeuge bietet. Dort sollen auch die Dauerparker einen Platz finden, die bisher ihr Auto kostenfrei im Parkdeck abstellen konnten. Der Parkplatz vor dem Fritz-Horst-Platz, direkt vor dem Bürgerhaus, bietet Platz für 29 Fahrzeuge. 

Damit während der Bauzeit so viele Parkflächen wie möglich im Zentrum vor allem Gästen und Kunden zur Verfügung stehen, bittet die Verwaltung gemeinsam mit dem Marketing- und Gewerbeverein darum, dass Dienstleister, Unternehmer und Angestellte den Ausweichparkplatz am Festplatz nutzen. Dies geht auch aus einem Handzettel hervor, der ab heute von den Mitarbeitern des Stadtmarketings im Zentrum verteilt wird und auf dem über den Fortschritt der ersten Baumonate informiert wird.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.