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Dolles Dorf: hr-Dreharbeiten im beschaulichen Butterstadt

Bruchköbel

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    Sie wird heute Abend vor der Kamera stehen: Töpferin Ruth Foisinger (links). Und sie nicht im Bild sein: Reporterin Nora Enns. Foto: Rainer Habermann

Bruchköbel. Sie hatte am Donnerstag bereits die Lostrommel gerührt und „das Endspurt-Dorf für die kommenden 15 Jahre“ aus 751 Dörfern Hessens ausgewählt: Nora Enns, Reporterin beim Hessischen Rundfunk (hr). Das Kärtchen, das Enns aus der Trommel zog: Butterstadt, mit rund 230 Einwohnern kleinster Stadtteil von Bruchköbel. 

Artikel vom 16. November 2019 - 05:00

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Von Rainer Habermann

Und Butterstadt ist heute Abend „Dolles Dorf“ in der Hessenschau um 19.30 Uhr. Gestern glühten die Ätherwellen und die Telefonleitungen zwischen dem Mini-Stadtteil und dem hr in Frankfurt. Jeder wollte dabei sein, als Enns und ihr Kamerateam am Freitagmorgen gegen 9 Uhr mit den bekannten blauen Kleinbussen des Senders unter dem Kirchturm eintrudelte.

Freiwillige Feuerwehr im Blickpunkt

Praktischerweise liegt die Butterstädter Feuerwehr ziemlich dicht an dem sakralen Bauwerk. Böse Zungen behaupten, die Blauröcke trockneten ihre Schläuche im Kirchturm, weil sie sonst nichts Hohes haben. 
Und genau diese Freiwillige Feuerwehr wird heute Abend eine Rolle spielen im Dollen Dorf. Wenn die Blauröcke nämlich ihr Löschfahrzeug am Strick aus dem engen Gerätehaus ziehen.

„Das ist wirklich knapp hier, zwischen LKW und Wand. Einer mit nem dicken Bauch kommt nicht so gut durch“, grinsen Sebastian Reinhard und Johannes Pauly im T-Shirt der Feuerwehr Butterstadt. Das An-der-Leine-ziehen eines Löschgefährts war eine „Äppelwoi-Idee“ von den Feuerwehrjungs, aber der richtige Einstieg für die Reporterin und Regisseurin: „Super, und von den Bembels schneiden wir dann auf die Töpferei!“ „Nee nee nee“, beeilt sich Ruth Foisinger, die Butterstädter Töpferin. „Mit Bembel hab' ich nix am Hut!“ Die Lacher sind auf ihrer Seite. 

Galloway-Rinder und Himmelsschaukel

Und überhaupt: bierernst geht es nicht zu, bei den Dreharbeiten. Im Gegenteil: feuchtfröhlich, könnte man sagen. Auch wenn das Nass heiß ist, Kaffee heißt und im Feuerwehrhaus kredenzt wird. Niemand will schließlich verwackelte Bilder und einen krächzenden Ton. Genau von den Brandschützern stammt auch eine uralte Pump-Spritze auf hölzernen Rädern, die hier gehegt und gepflegt wird, allerdings selbst „uffm Dorf“ nicht mehr zum Einsatz kommt. Außer vielleicht im Fasching oder bei Dorffesten, wo hauptsächlich Kinder sich einen Spaß daraus machen, am Schwengel auf und ab zu hüpfen. 

Apropos Fasching: Den genießen auch Johannes Pfeil und Tobias Reinhard, der Bruder von Sebastian. Und mit ihnen, den Gründungsmitgliedern eines neV, eines „nicht-eingetragenen Vereins“, feiern ausgelassen ganze Heerscharen der „Froschfreunde Butterstadt“. Der Humor wird nicht unbedingt kleingeschrieben im kleinsten Bruchköbler Stadtteil: Erste Qualifikationsrunde für ein Dolles Dorf mit Bravour bestanden. Die Firma Odenwälder, der Garten- und Landschaftsbaubetrieb im Ort, Galloway-Rinder, die Himmelsschaukel: All das wird ebenfalls zu sehen sein. Am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Hessenschau.



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