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Vier neue Sprinter für die Bruchköbeler Ortsfeuerwehren

Bruchköbel

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    Offizielle Übergabe in Butterstadt: Die Bruchköbeler Ortsfeuerwehren nahmen die Fahrzeuge am Montagabend entgegen. Von nun an sind die Einsatzkräfte wieder richtig mobil. Foto: Benjamin Thoran (PM) 

Bruchköbel. Im Glanz des Scheinwerferlichts boten die vier neuen Fahrzeuge vor dem Feuerwehrgerätehaus in Butterstadt ein imposantes Bild. Die Stadt Bruchköbel hat am Montagabend offiziell gleich vier neue Mannschaftstransportfahrzeuge für die Feuerwehr in den Dienst genommen. 

Artikel vom 06. November 2019 - 14:50

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Von Holger Weber

Rund 270 000 Euro haben die Sprinter der Marke Mercedes gekostet. Sie werden von den Ortsfeuerwehren Bruchköbel Innenstadt, Roßdorf, Butterstadt und Niederissigheim genutzt. 

105 kW, Diesel, Schadstoffklasse 6, Automatikgetriebe. das waren die technischen Eckdaten, die Stadtbrandinspektor Klaus Lauterbach vor der versammelten Feuerwehrfamilie in Butterstadt gab. Die beiden Fahrzeuge für Niederissigheim und Roßdorf wurden zusätzlich mit einer Klimaanlage ausgestattet, die rund 1600 Euro gekostet hat. Allerdings wurde der Aufpreis von den jeweiligen Fördervereinen der Wehren beglichen.

Alter Transporter war über 30 Jahre alt 

Die Investition in die Fahrzeuge war so überfällig wie die Altfahrzeuge abgängig. Der Transporter aus Butterstadt hatte schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. „Die Butterstädter werden das Geknatter und Geschepper des alten Karren im Ort vermissen“, sagte Bürgermeister Günter Maibach augenzwinkernd. Die Sprinter in Roßdorf und von der Innenstadtfeuerwehr hatten beide schon Motorschäden erlitten und waren nicht mehr einsetzbar.

Kleiner Wermutstropfen: Die Fahrzeuge mit einem Gewicht von 4,1 Tonnen können nicht mehr mit einem normalen Führerschein der Klasse B gefahren werden. Voraussetzung ist vielmehr der Führerschein der Klasse C1 oder der sogenannte Feuerwehrführerschein, um das Fahrzeug zu bewegen. Derzeit können also nicht alle Mitglieder der Wehr sich ans Steuer setzen, sondern müssen erst geschult werden. Da die Schulung jedoch intern vorgenommen werden könne, kämen auf die Stadt keine weiteren Kosten zu, sagte Maibach. Laut Maibach haben sich bereits 18 Aktive angemeldet, um die erforderliche Lizenz zum Fahren der Sprinter zu erwerben.

Auf Autobahnen nur mit Tempo 80 unterwegs

Ein weiterer kleiner Nachteil: Da die Fahrzeuge als Lkw gelten, dürfen sie auf der Autobahn nicht schneller als 80 km/h fahren. So werden die Anfahrten zu Feuerwehrwettkämpfen, die bundesweit ausgetragen werden, oder Ausflüge mit den Jugendabteilungen von nun an etwas länger dauern. Aber immerhin: Dafür sind die Neufahrzeuge zuverlässiger als die alten Transporter, weshalb die Freude bei den Aktiven überwiegt.

„Wir können stolz auf unsere Investition und auf unsere Feuerwehr insgesamt sein“, sagte Günter Maibach. Und auch Kreisbrandmeister Andreas Matz beglückwünschte die Bruchköbeler zu ihren neuen Fahrzeugen. Die Tatsache, dass die Roßdorfer und Niederissigheimer ihre Fahrzeuge zusätzlich mit Klimananlagen ausrüsten konnten, wertete Matz als Beleg für die Bedeutung der Fördervereine. Er appellierte an die Einsatzkräfte, bei den Bürgern für den Beitritt in die Fördervereine zu werben. Jeder könne dazu beitragen, dass die Brandschützer gut ausgebildet und ausgerüstet seien, so Matz. 

Fahrzeuge bereits seit April im Einsatz

Zu den Gästen in Butterstadt gehörten auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Sylvia Braun und Daniel Weber, die sich am Sonntag in der Stichwahl gegenüberstehen, und auch der Stadtverordnetenvorsteher Guido Rötzler sowie Peter Ließmann als Fraktionschef der SPD und Uwe Ringel, Fraktionsvorsitzender der Grünen, waren gekommen, um die Fahrzeuge in Augenschein zu nehmen.  Die Fahrzeuge waren schon im April geliefert worden und seien nun schon bereits gut eingefahren, berichtete Stadtbrandinspektor Lauterbach. 



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