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Bruchköbel: Spatenstich für Innenstadtumbau am Donnerstag

Bruchköbel

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    So soll die Innenstadt einmal aussehen, wenn das Projekt vollendet ist. Grafik: Stadtmarketing

Bruchköbel. Heute werden die Verträge unterschrieben, morgen die ersten Spatenstiche gesetzt: Bruchköbels Jahrhundertprojekt, der Innenstadtumbau, biegt auf die Startrampe ein. Nach sieben Jahren intensiver Diskussion und Planung soll ab morgen die Bautätigkeit rund um den Inneren Ring beginnen.

Artikel vom 30. Oktober 2019 - 12:29

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Damit beginne im November der erste Bauabschnitt des umfassenden Stadtentwicklungsprozesses, so die Verwaltung in einer Pressemitteilung. „Wir sind stolz auf unsere Leistung, die uns bis hierhin gebracht hat,“ sagt Bürgermeister Günter Maibach. Er bedanke sich ausdrücklich bei allen, die daran mitgewirkt hätten. Und das seien nicht wenige gewesen. Allen voran die Bürger, die in mehreren Schritten am Prozess beteiligt worden seien.

„Die überwiegende Mehrheit sprach sich bei der von den Stadtverordneten einstimmig beauftragten Umfrage im Jahr 2012 für die Entwicklung eines modernen Zentrums mit Kultur, Wohnen, Ärzten, Grün und Einzelhandel aus,“ erinnert er an die Anfänge des Prozesses. „Das gab den Impuls dafür, dass jetzige Konzept zu entwickeln,“ sagt Maibach.

Sieben Jahre Planung, EU-weite Ausschreibung

Für die Entwicklung der neuen Stadtmitte sei Bruchköbel von Anfang an einen eigenen Weg gegangen. Das
Projekt sollte von der Stadt nach einer Machbarkeitsstudie selbst geplant und erst dann an einen Investor gegeben werden. Nach sieben Jahren umfangreicher Planung und einer EU-weiten Ausschreibung sei es nun so weit, dass das Projekt nunmehr umgesetzt werden könne. 

Die Planungen für das Stadthaus und die Tiefgarage stammen aus der Hand des Büros Kramm & Strigl Architekten und Stadtplaner aus Darmstadt. Im Rahmen eines wettbewerblichen Dialoges wurde aus mehreren Bietern die Firma Schoofs Immobilien aus Neu-Isenburg als Partner zur Umsetzung ausgewählt. „Wir freuen uns, dass wir nach der ersten erfolglosen Bewerbung in 2012 doch den Zuschlag erhalten haben und dass wir an der Realisierung der Neuen Stadtmitte in Bruchköbel beteiligt sein dürfen. Wir entwickeln an anderen Stellen auch die Neuen Ortsmitten und wissen die Herausforderung einzuordnen und zu schätzen“, wird der Schoofs-Geschäftsführer Mohammed Younis zitiert.

Tiefgarage, Stadthaus und Krebsbachbiotop für 34 Millionen Euro

Auf dem Areal östlich des Krebsbaches entsteht nach dem Spatenstich die Tiefgarage und das Stadthaus. Im zweiten Schritt werden der Stadtplatz und das Krebsbachbiotop entstehen. Dafür kommen nach aktuellem Stand und nach Angaben der Verwaltung Kosten in Höhe von 34 Millionen Euro auf die Stadt zu. Außerdem baut der Generalunternehmer noch einen Lebensmittelmarkt, den die Firma Rewe betreiben wird.

Mit der Fertigstellung des Projekts wird im Jahr 2022 gerechnet. Im Anschluss soll westlich des Krebsbaches auf dem Gelände des heutigen Bürgerhauses das Wohn- und Geschäftshaus mit Praxen, Büros, Geschäften und Wohnungen gebaut werden. Bis 2023 soll nach Kalkulation der Planer auch dieser Bauabschnitt beendet sein.

 Parkhaus wird erst im Januar angeboten

Sollte mit den Abrissarbeiten des Parkdecks nach ursprünglicher Planung am 2. November begonnen werden, so ist der Termin nun auf Januar verschoben worden. Grund für die Änderung waren Proteste der Bruchköbeler Einzelhändler, die wegen der bevorstehenden Parkraumverknappung um ihr Weihnachtsgeschäft fürchteten. 
Alle Bauvorbereitungen sollen parallel auf freien Flächen stattfinden, teilte die Stadt mit. „Durch diese Flexibilität und das Entgegenkommen zeigt die Schoofs Immobilien GmbH erneut ihr großes Interesse am Standort und den Akteuren des Handels“, heißt es in der Pressemitteilung der Verwaltung. how



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