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Sylvia Brauns Fahrplan bis zur Stichwahl

Bruchköbel

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    Mama, da geht was: Sohn Sebastian kann das Ergebnis seiner Mutter scheinbar genauso wenig glauben wie Sylvia Braun selbst. Doch die Liberale ist noch nicht am Ziel. Foto: Patrick Scheiber/Göbel

Bruchköbel. Am Morgen nach ihrem Einzug in die Stichwahl ist Sylvia Braun erstmal Joggen gewesen. Aber auch am späten Montagvormittag ist sie immer noch überwältigt von ihrem deutlichen Erfolg im ersten Wahlgang. „Das muss sich alles erstmal setzen bei mir“, sagt Braun, die im ersten Wahlgang knapp 30 Prozent erhalten hat.

Artikel vom 29. Oktober 2019 - 10:39

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Von Monica Bielesch

Noch am Sonntagabend hatte sie mir ihrem Wahlkampfteam im Bürgerhaus nicht nur den Etappensieg, sondern auch das weitere Vorgehen besprochen. Denn: „Wir haben immer nur bis zum 27. Oktober geplant.“ Am Montagabend sollte auf einem weiteren Treffen dann ein Fahrplan entworfen werden. In jedem Fall wolle sie intensiv mit den Bürgern im Gespräch bleiben. „Ich mache weiter keine Haustürbesuche, aber mein Gesprächsangebot gilt auch in den nächsten zwei Wochen für alle“, betont sie. Auch werde sie weiterhin jede Email beantworten, das sei ihr Anspruch an die Kommunikation mit den Bürgern.

Nach ihrem deutlichen Erfolg im ersten Wahlgang habe sie sehr viele positive Nachrichten und Gratulationen auf allen Kanälen bekommen, erzählt sie. Warum sie so gut abgeschnitten hat? „Ich konnte mit Argumenten überzeugen“, glaubt sie. Und nicht nur ihr Wahlkampf sei gut bei den Bruchköbelern angekommen, sondern auch ihre jahrelange sachbezogene kommunalpolitische Arbeit im Stadtparlament. 

„Als erstes rufe ich sicherlich Uwe Ringel an.“

Noch ist unklar, ob sie eine größere zentrale Wahlkampfveranstaltung oder Dialogangebote in den Stadtteilen machen wird. „Ich werde zeitnah darüber informieren.“ Auch werde sie einen persönlichen Wahlaufruf an alle Bruchköbeler richten, damit die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl nicht noch weiter sinke. 

Sprechen wird sie auch mit den Vertretern der anderen Parteien. „Als erstes rufe ich sicherlich Uwe Ringel an.“ Aber auch mit dem Bruchköbeler Bürgerbund will sie Gespräche führen. Für die SPD hat sich deren Kandidat Perry von Wittich bereits am Wahlabend dagegen ausgesprochen, eine Empfehlung für die Stichwahl abzugeben. Gespannt ist Braun darauf, wie sich die CDU-Fraktion in den nächsten Tagen positionieren werde. Interessant könnte die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Dienstag werden, meint sie. Ausschussvorsitzender ist Thomas Sliwka.

Insgesamt will Sylvia Braun den Wahlkampf- und Politikstil weiterführen, der sie in die Stichwahl gebracht hat: „Sachlich, ohne Parolen, sondern mit Argumenten.“



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