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Stadt erwacht aus politischer Sommerpause

Bruchköbel

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    Will nicht immer absteigen: BBB-Bürgermeisterkandidat Patrick Baier vor einer der Umlaufsperren, die seiner Meinung nach stadtweit abgeschafft gehören. Foto: PM

Bruchköbel. Die Bruchköbeler Parteien sind aus der politischen Sommerpause erwacht. Etwas mehr als eine Woche vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung (Dienstag, 20. August, 20 Uhr, Bürgerhaus Bruchköbel) liegen die ersten Anträge auf dem Tisch, die auch im Zeichen der Bürgermeisterwahlen am 27. Oktober stehen. 

Artikel vom 12. August 2019 - 12:26

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Von Holger Weber

Der Bruchköbeler BürgerBund (BBB) möchte sogenannte Umlaufsperren im Stadtgebiet entfernen und somit den Fahrern von Elektromobilen und Rollstühlen auf städtischen Wegen eine ungehinderte Durchfahrt ermöglichen. „Diese Sperren sind teilweise so eng aufgestellt, dass sie entweder eine Durchfahrt behindern oder sogar ganz unmöglich machen und so zu einer Gefährdung der Passanten führen“, begründet BBB-Bürgermeisterkandidat Patrick Baier. Auf kombinierten Rad- und Gehwegen stünden die Absperrungen zudem einer allseits gewünschten Ausweitung des Radverkehrs entgegen. Gerade die zunehmend beliebten Lastenräder seien mit ihren langen Abmessungen hier teilweise nicht durchzubekommen, so Baier.

„Wir wollen deshalb den Magistrat beauftragen diese Umlaufsperren auf den Geh- und Radwegen der Stadt zu prüfen und erforderlichenfalls baulich so zu verändern, dass eine ungehinderte Durchfahrt von Elektromobilen für Senioren und Rollstühlen in der Stadt Bruchköbel gewährleistet ist“, sagt Joachim Rechholz für die BBB-Stadtverordnetenfraktion.

BBB fordert Barrierefreiheit für alle Straßen und Wege

Die kontinuierlich alternde Gesellschaft lasse sich statistisch auch für Bruchköbel eindrucksvoll belegen: Im Jahr 2050 werde die Hälfte der Bevölkerung über 50 Jahre alt sein, ein Drittel über 60 Jahre und jeder Zehnte sogar über 80 Jahre. Schon heute sei der Anteil der älteren Einwohner in Bruchköbel überdurchschnittlich hoch. Dies hat nach Ansicht des BBB für die Stadtentwicklung Konsequenzen: Die Gruppe mobilitätseingeschränkter Personen, aber auch die Elektromobilität für Senioren auf den Straßen werde größer. 

Nach Ansicht des BBB sollte es jedoch nicht bei einem Flickwerk und Einzelmaßnahmen bleiben, sondern alle Straßen und Wege der Stadt darauf überprüft und entsprechende Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Hierbei sei zu berücksichtigen, dass die Elektromobile nicht nur zunehmen, sondern sich in den letzten Jahren auch von den Maßen her geändert hätten. Gleiches gelte für die Benutzung von Rollstühlen.

Barrierefreiheit bedeute schließlich, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Barrierefreiheit sei eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben. „Sie nutzt nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Senioren, Kindern, Eltern mit Kinderwagen und Menschen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, so die Vertreter des Bruchköbeler BürgerBunds zu ihrem Anliegen.

FDP möchte Kreisel vermarkten

Die FDP, die am morgigen Dienstag darüber entscheiden wird, ob sie mit Sylvia Braun ebenfalls eine Bürgermeisterkandidatin ins Rennen schickt, will derweil im Sinne einer Verschönerung der Ortseinfahrten die Verkehrskreisel im Stadtgebiet vermarkten.

Die Grünflächen an den Kreisverkehren am Ortseingang (Viadukt und aus Richtung Erlensee kommend) wie auch an anderen Orten in Stadtgebiet geben nach Ansicht der Liberalen kein gutes Bild für die Stadt ab. Die Gestaltung sei zu kurzlebig und sehe schnell ungepflegt aus. 

Eine schön angelegte Grünfläche kann natürlich eine gute Alterative zu einer baulichen Gestaltung sein. Diese müsse jedoch mit Konzept angelegt sein und stetig gepflegt werden. „Überall in Bruchköbel kann man leider sehen, dass Grünflächen naturnah gestaltet werden und dann schnell in Vergessenheit geraten.“, so die FDP. Die Idee hinter dem neuen Konzept: „Mit einem Verantwortlichen, der selbst ein Interesse an einer gepflegten Anlage haben wird, wenn er damit werben will, können wir kostengünstig endlich eine schnelle und sichtbare Veränderung zum Guten erreichen. Vorher sollten dazu Richtlinien aufgestellt werden, in denen die Regelungen über die Art der Gestaltung und Dauer und Art des Sponsorings festlegt werden.“ 



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