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Bruchköbeler Fußballplätze werden in Schuss gebracht

Bruchköbel

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    Sind sich einig: Bürgermeister Günter Maibach (von links) und Jochen Lassmann sowie Jörg Herchenröder von der Sportvereinigung Roßdorf. Foto: PM

Bruchköbel. Die Jugendfußballtage der Spvgg. Roßdorf konnten kürzlich auf einem gepflegten Rasen stattfinden. Dafür mussten im Vorfeld umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Rasen durchgeführt werden, um die Schäden aus dem vergangenen Sommer zu beseitigen, als die Stadt die Fußballplätze monatelang nicht gewässert hatte. 

Artikel vom 27. Juni 2019 - 09:50

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Erstmals wurde laut Mitteilung der Stadt eine Fremdfirma eingesetzt, die mit Spezialgeräten und verschiedenen Düngern die Plätze bearbeitet hat. „Mit der Firma Schmitt aus Frankfurt haben wir einen erfahrenen und zuverlässigen Partner gewonnen, der den Bauhof bei den Pflegemaßnahmen unterstützt“ erläutert laut Pressemitteilung Bürgermeister Günter Maibach den beiden Vereinsvertretern Jochen Lassmann und Jörg Herchenröder die Situation vor Ort.

In Roßdorf, Niederissigheim, in Bruchköbel und am Stadion habe die Stadt umfangreiche Pflegemaßnahmen durchführen lassen. Laut Pressemitteilung der Statt hätten Jochen Lassmann und Jörg Herchenröder den guten Zustand des Platzes bestätigt. Sie seien dankbar und zufrieden mit der aktuellen Situation. 

Neue Brunnen, Flutlichtanlagen und ein Mähroboter in Roßdorf

In den vergangenen Monaten wurden von Seiten der Stadt weitere große Maßnahmen ergriffen, um einer Situation wie 2018 besser begegnen zu können. So wurden in Roßdorf zwei Brunnenanlagen gebohrt, die die Wasserversorgung nun unabhängig von kostbarem Trinkwasser möglich machen solle. Am Ausweichplatz in Roßdorf wurde zudem eine Zisterne gebaut und eine komplett neue Beregnungsanlage installiert.

Außerdem konnte die Flutlichtanlage mit modernen LED-Strahlern ausgestattet werden. Diese Flutlichtanlage war monatelang nicht funktionsfähig gewesen, nachdem sie bei Baggerarbeiten beschädigt worden war. Auf dem Hauptplatz wurde eine neue Beregnungstechnik aufgebaut und für die Pflege des Grüns ein Rasenmähroboter angeschafft, der den Rasen nun immer auf optimale Höhe hält. Sollte sich nun innerhalb des Probejahres herausstellen, dass sich dieses System bewährt, könnte in Erwägung gezogen werden, an allen Plätzen solche Roboter anzuschaffen, so die städtische Mitteilung weiter.

Trinkwassernutzung in Niederissigheim soll minimiert werden

Neben Roßdorf ist auch der Hauptplatz in Niederissigheim mit einer komplett neuen Beregnungsanlage ausgestattet worden. Auch hier wurde ein Brunnen gebohrt, um die Benutzung von Trinkwasser zu minimieren. Leider hätte sich herausgestellt, dass der neue Brunnen nicht die erhoffte Ergiebigkeit aufweise und weiterhin noch Trinkwasser benutzt werden müsste.

Dies soll sich allerdings im kommenden Jahr stark reduzieren, da der Nebenplatz in Niederissigheim zu einem Kunstrasen umgebaut werden soll. Die Planungen dafür laufen bereits auf Hochtouren und mit den betroffenen Vereinen wurden Abstimmungsgespräche geführt.  Der Bau des Kunstrasenplatzes soll bereits im kommenden Jahr realisiert werden. Grundsätzlich haben sich am Standort Niederissigheim drei Vereine bereit erklärt zusammen zu rücken und gemeinsam die neue Anlage zu nutzen. 

Kunstrasenplatz in Niederissigheim kommt

Die Spielvereinigung 1922 Roßdorf, der TSV Niederissigheim und die Eintracht Oberissigheim sind bereit, an einem Standort gemeinsam zu trainieren. Durch die große Anzahl von Jugend- und Aktivmannschaften sei es notwendig geworden, einen dauerhaft belastbaren Platz zu schaffen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile zwischen Hybrid- und Kunstrasen, habe sich laut Pressemitteilung der Stadt das System Kunstrasen als belastbares und zuverlässiges Konzept herausgestellt. 

Den Verantwortlichen sei die aktuelle Diskussion zum Thema Mikroplastik aus Kunstrasen durchaus bekannt. Aktuell werde darüber nachgedacht, Kunstrasenplätze wegen des Mikroplastikeintrags nicht mehr zuzulassen. Dabei gehe es hauptsächlich um die Füllung mit Granulat, der die Dämpfungseigenschaften übernimmt. Derzeit werden Alternativen zur Befüllung mit Granulat geprüft. Dies könne nach derzeitigem Kenntnisstand nur aus Sand bestehen oder – wie bereits auch schon umgesetzt – aus Kork, einem natürlichem, nachwachsendem Rohstoff, so die Stadt weiter.

"Kein Grund zur Verunsicherung"

Derzeit laufe der Planungsprozess. Es werden Bodengutachten erstellt, eine Vermessung durchgeführt, Verdachtsflächen auf Kampfmittel sondiert und natürlich eine Materialienwahl durchgeführt. „Grundsätzlich ist allerdings zu betonen, dass selbst wenn es zu einem Verbot der Kunststofffüllung kommen sollte, der neue Trainingsplatz gebaut werden wird“, so die Pressemitteilung. Es wurden bereits Gespräche mit den beteiligten Vereinen geführt und es werden weitere Termine stattfinden. Abschließend heißt es: „Es besteht daher keinerlei Grund zur Verunsicherung, dass der Neubau verschoben werden muss.“



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