Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
heiter
17 ° C - heiter
» mehr Wetter

Kommentar zum Abschied von Günter Maibach

Bruchköbel

  • img
    HA-Landchef Holger Weber. Archivfoto: HA

Bruchköbel. Günter Maibachs Ankündigung, nicht mehr zu kandidieren, fällt zusammen mit dem Bild des in Schutthaufen liegenden Rathauses in Bruchköbel. Das bietet für so manchen Kritiker des Verwaltungschefs natürlich eine Steilvorlage.

Artikel vom 12. März 2019 - 17:50

Anzeige

Von Holger Weber

Allerdings ist es nicht fair, da einen Zusammenhang zu konstruieren, denn wer Neues schaffen will, muss Altes entfernen. So schmerzlich wie dies für so manchen Nostalgiker in der Stadt ist. Maibachs Entscheidung, mit fast 66 Jahren nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren ist menschlich verständlich und aus einer rationalen Perspektive auch vernünftig.

Nun wird es an seinem Nachfolger sein, irgendwann das neue Stadthaus zu eröffnen und das Bürgermeisterzimmer zu beziehen. Und dennoch wird Bruchköbels neue Stadtmitte immer mit dem Namen Maibach verbunden sein. Im Guten wie im Schlechten. Das historische Urteil über die Amtszeit von Günter Maibach muss aus diesem Grund noch einige Jahre warten. Denn es es ist abhängig vom Jahrhundertprojekt, dem Stadtumbau. Der ist nun im Gange und wird erst in vier bis fünf Jahren zum Abschluss gebracht.

Wird das Projekt ein Erfolg und von den Bürgern angenommen, dann darf sich Maibach auf die Schulter klopfen. Aber: Ein Flop und ein finanzielles Fiasko würde auch die positiven Aspekte seiner Amtszeit überschatten. Noch bleibt dem Bürgermeister ein Jahr Zeit, um selbst dafür zu sorgen, dass sein wichtigstes Projekt ein Erfolg wird. 



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.