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Jogger äußern sich nochmals zur angeblichen Wolfssichtung

Bruchköbel

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    Zum Vergleich: Auf dem linken Foto ist der Wolfshund von Etienne Schweizer, Pächter der ehemaligen Fischzucht Haas, zu sehen. Das rechte Foto hingegen zeigt einen tatsächlichen Wolf. Fotos: Monica Bielesch/Pixabay

Bruchköbel. Weil eine Jogger-Gruppe meinte, einen Wolf im Bruchköbler Wald nahe des Fliegerhorstes gesehen zu haben, meldete sich in der vergangenen Woche ein Hundebesitzer bei unserer Zeitung. 

Artikel vom 25. Januar 2019 - 14:38

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Etienne Schweizer, der Pächter der ehemaligen Fischzucht Haas, wollte die Gemüter beruhigen und hält seinen Wolfshund Hubert für das Tier, das seiner Meinung nach irrtümlich für einen Wolf gehalten wurde.

Nun wenden sich die Jogger Walter Wild und Klaus Giering wieder an die Redaktion und betonen: „Wir sind Läufer, aber keine Wolfssachverständigen. So konnten und wollten wir nur beschreiben, was wir gesehen haben und was unsere Einschätzung war.“ Weiter berichten Wild und Giering, dass er und seine Jogging-Kollegen nach der ersten Veröffentlichung von mehreren Spaziergängern, Einzelläufern und Hundehaltern, die ihre Hunde in dem Gebiet an der Leine spazieren führen, angesprochen worden seien, weil sie dort schon Begegnungen mit dem freilaufenden Hund des neuen Pächters der ehemaligen Fischzucht gehabt hätten. 

Der Jäger wisse Bescheid

Teilweise seien diese Spaziergänger und Hundebesitzer verängstigt und verärgert gewesen, weil der Wolfshund auf sie zu- oder ihnen nachgerannt sei. Wild betont, dass seiner Laufgruppe die Existenz dieses Wolfshundes bis dahin unbekannt gewesen sei, obwohl sie oft in diesem Gebiet unterwegs seien. Er meint: „Was uns schon reichlich irritiert hat war das freie Statement des neuen Pächters, abgedruckt am 21. Januar auf der Titelseite des Hanauer Anzeiger. Hier offenbart er, dass sein Hund ohne Halsband, wahrscheinlich dann auch ohne Hundemarke, mit seinem Wissen und seiner Duldung frei im Wald rumstreunt.“ 

Damals hatte Schweizer mitgeteilt: „Der Jäger weiß Bescheid“. Das solle wohl die Duldung des Jägers suggerieren, glauben Wild und Giering und ergänzen. „Dass der Jagdpächter Weber dies duldet, ist für uns schwer vorstellbar!“ Sie meinen nun, dass das von ihnen beobachtet Tier nicht der Wolfshund des Pächters gewesen sei.

Jogger zweifeln an Wolfshund-Erklärung

„Dank der Bilder, Beschreibungen und vor allem des schönen Videos auf der Webseite des Hanauer, haben wir all dies nochmal mit unseren Beobachtungen abgeglichen.“ Und dabei kommen Wild und Giering zu dem Schluss: „Das von uns beobachtete Tier war wesentlich weiter als 50 Meter, geschätzt 250 Meter plus X, von der Fischzucht-Umzäunung weg. Obwohl es zunächst in die Richtung Fischzucht lief, ist es, nachdem es uns gewittert hatte, links ins Unterholz geflüchtet. Die normale Fluchtrichtung wäre doch zurück in sein Revier gewesen, was auch der direkte unverstellte Weg gewesen wäre.“

Die Jogger meinen auch, dass der Stil des Hundes, der im HA-Video beim Laufen und Springen zu sehen ist, nicht der Laufstil des von den Joggern beobachteten Tieres gewesen sei. „Die Jogger meinte, ein Tier gesehen zu haben, das auf einer der hinteren Pfoten nicht rund lief. Auch seien am Tag der Begegnung mit dem Tier weit und breit keine Menschen außer den Joggern in dem Bereich zu sehen gewesen, auch nicht auf dem Gelände der Fischzucht, an dessen Zaun die Läufergruppe ein paar Minuten später entlang gelaufen seien. 

Hinweis der Jogger in Richtung des Pächters

„Eine Woche später waren dort wohl Menschen beschäftigt. So werden wir auch weiterhin nicht wissen, ob wir einen Wolf, den Wolfshund des Pächters oder einen anderen Wolfshund gesehen haben“, meint Wild.
Die beiden Jogger schließen ihre Ausführungen mit dem Hinweis an den neuen Pächter, sein Gelände besser zu schützen, wenn er dort seinen Wolfshund frei und ohne Halsband herumlaufen lasse. mcb

 



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