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Zufahrt zur B45: Unfälle am laufenden Band - Stadt muss handeln

Bruchköbel

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    Der Fahrer des BMW wurde bei dem Unfall an der Auffahrt zur B45 leicht verletzt. Der Führer des roten Kombis kam mit dem Schrecken davon. Immer wieder knallt es an der Stelle. Foto: Feuerwehr Bruchköbel

Bruchköbel/Hanau. Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen hat es am Montagmorgen auf der Landesstraße 3195 auf Höhe der Zufahrt zur B45 gekracht. 

Artikel vom 10. Dezember 2018 - 12:13

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Wieder hatte ein aus Richtung Mittelbuchen kommendes Fahrzeug den Gegenverkehr übersehen und war auf der Kreuzung frontal mit einem aus Richtung Bruchköbel kommenden BMW kollidiert. Der Fahrer des BMW wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, der Fahrer des roten Kombis kam mit dem Schrecken davon. 

Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr ab und nahmen auslaufendes Ben‧zin sowie Betriebsstoffe mit ‧Bindemittel auf. Aufgrund des Unfalls kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der L3195, der Verkehr staute sich zeitweise bis nach Bruchköbel.

„Es ist bereits der dritte Unfall innerhalb des Quartals, bei dem die Feuerwehr anrücken musste“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr auf Nachfrage. Die letzten zwei Unfälle an dieser Kreuzung ereigneten sich am 28.November und am 13. September. Bei dem letzten Zusammenstoß wurden zwei Menschen verletzt.

Die Auffahrt auf die B 45 zählt bei der Feuerwehr zu einem bekannten Unfallschwerpunkt, an dem immer wieder der Gegenverkehr beim Auffahren auf die Schnellstraße übersehen wird. Wie unsere Zeitung aus gut informierten Quellen erfuhr, ist es in diesem Jahr bereits zu sechs Unfällen an der betreffenden Stelle gekommen.

Die Rekordzahl mit zwölf Zusammenstößen wurde im Jahr 2016 registriert. Mit der Anbringung von zusätzlichen Warnbaken hatte sich die Situation zwischenzeitlich verbessert, so dass 2017 nur noch drei Unfälle an der Stelle gezählt wurden.

Die Warnbaken wurden auf der Trennlinie von Abbiegerspur und Hauptspur in Richtung Mittelbuchen angebracht, damit deutlich wurde, ob abfahrende Pkw auch wirklich die Fahrspur Richtung Mittelbuchen verlassen. „Die Unfälle passieren fast immer nach dem gleichen Muster: Die Fahrer der abbiegenden Pkw übersehen den Gegenverkehr“, so ein Sprecher der Feuerwehr. An der Unfallstelle gilt bereits seit Jahren ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern. Vielfach seien die Verkehrsteilnehmer dort zu schnell unterwegs. 

Laut der Verkehrsbehörde Hessenmobil liegt es in der Hand der Stadt Hanau, auf dessen Gemarkung sich die Unfallstelle befindet, tätig zu werden: „Sollten im Rahmen der regelmäßigen Unfallauswertungen weitergehende Optimierungen an dem Knotenpunkt erforderlich werden, so werden entsprechenden Lösungsmöglichkeiten unter Federführung der Stadt Hanau gemeinschaftlich mit der Polizei erörtert und bei Bedarf umgesetzt“, hieß es gestern auf Nachfrage. Eine Stellungnahme der Stadt Hanau stand bei Redaktionsschluss noch aus. how



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