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Ersten Preis für Film über die Michaelskirche abgeräumt

Bruchköbel

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    In feierlichem Rahmen bekamen die Roßdorfer Jugendlichen am vergangenen Wochenende in Kassel die Urkunde und die Siegprämie in Höhe von 2000 Euro überreicht. Foto: medio.tv/Schauderna

Bruchköbel. In der Jugendgruppe der evangelischen Kirchengemeinde in Roßdorf kannte der Jubel jetzt keine Grenzen: Die Cross Kids haben beim Filmwettbewerb der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck den ersten Preis gewonnen. 

Artikel vom 05. Dezember 2018 - 09:40

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Von Holger Weber

An dem Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer ihre Kirche präsentieren sollten, hatten sich zwischen Kassel und Hanau insgesamt 24 Teams beteiligt. 

Dass ihr Film gut war und sie zum engeren Favoritenkreis zählten, das wussten sie, die Cross Kids aus Roßdorf. Dass aber dann gleich der mit 2000 Euro dotierte erste Platz heraussprang, sei dennoch „total überraschend“ gewesen, freute sich Timo Schlenstedt. Der 20-jährige Medienstudent war Kameramann, Tontechniker und Regisseur in Personalunion. Gemeinsam mit Lea Hofmann, Niklas Vogt und Leni Möller hatte er zudem am Drehbuch des Films geschrieben.

Auch den Beiträgen der Mitbewerber, die am Freitag bei der Präsentation in Kassel gezeigt wurden, hätten gute Ideen zugrunde gelegen. „Am Ende war unser Film der hochwertigste“, zeigt Schlenstedt keine falsche Bescheidenheit. Die Jury sah das im Übrigen genauso: „Der Film ist sehr schön bebildert. Die Kamera nimmt uns als Zuschauer mit, zeigt uns durch die unterschiedlichen Einstellungen das große Ganze ebenso wie die kleinen Details“, sagte Laudatorin Ruth Annette Schriefers von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien.

Besonders habe die Jury beeindruckt, dass sich die Jugendlichen gegen den Zeitgeist entschieden und auf eine typische Youtube-Darstellung mit schnellen Schnitten verzichtet hätten. Vielmehr sei es eine filmische Erzählung geworden, der man auch jenseits der 40 Jahre noch gerne folge, würdigte Schriefers die Herangehensweise der Roßdorfer. Die Art der Informationsvermittlung kam bei den Juroren ebenfalls gut an: „Obwohl der Film informiert, ist er von einem Lehrfilm weit entfernt. Die Informationen erhalte der Zuschauer eher beiläufig. Und so erfahre man nicht nur Kunst- und Kulturwissenschaftliches zur Michaelskirche in Roßdorf, sondern auch alltagspraktische Dinge: wie viele Menschen beispielsweise an Weihnachten im Kirchenraum Platz finden.“

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 Nach der Ideenfindung und dem Grobkonzept habe man etwa fünf Tage an dem Filmprojekt gearbeitet, berichtet Schlenstedt, dessen Mutter Michaela, die Leiterin der Cross Kids, auf die Idee gekommen war, sich an dem Filmprojekt zu beteiligen. Weil das Projekt letztlich nicht nur einträglich war, sondern auch noch Spaß gemacht hat, wollen die jungen Roßdorfer Filmemacher und Schauspieler weitermachen und sich auch am nächsten Wettbewerb der Landeskirche Kurhessen-Waldeck bewerben. 

Die erste Investition vom Preisgeld steht freilich schon fest: „Bei unserem nächsten Treffen werden wir eine ziemlich große Pizza bestellen“, so Timo Schlenstedt.



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