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Ohne Führerschein, aber mit Drogen am Steuer: Mann muss in Haft

Bruchköbel

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    Wegen seiner Verkehrssünden wurde in 55-Jähriger zu einem Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Archivfoto: Kirchgeßner

Bruchköbel/Hanau. Er saß ohne Führerschein am Lenkrad, hatte vorher Cannabis geraucht. Die Kennzeichen an seinem Wagen waren falsch. Über diese Verkehrsstraftaten kann ein 55-jähriger Bruchköbeler bald lange nachdenken. Denn das Amtsgericht Hanau hat ihn dafür zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt – ohne Bewährung.

Artikel vom 15. Juli 2018 - 17:20

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Von Johanna Toma

Die Stimmung im Saal ist angespannt. Richterin, Staatsanwaltschaft und Verteidiger wissen, was für den Angeklagten auf dem Spiel steht. Es ist nicht sein erster Prozess.

Der Blick in die dicke Akte zeigt, dass sich die Straftaten wie ein roter Faden durch sein Leben ziehen. Richterin Miriam Bärenz braucht einen langen Atem, denn sie muss 23 Vorstrafen vorlesen. Von räuberischer Erpressung bis hin zu Diebstahl und Körperverletzung reicht das Spektrum.

„Die Strafakte bricht ihm das Genick“

Für den Angeklagten sind die Gerichtsverhandlungen bereits Routine. „Es ist scheinbar ihr Lebensweg“, stellt der Ankläger fest. Obwohl es seit vier Jahren keinen neuen Eintrag in der Strafakte gibt, holt ihn seine Vergangenheit an diesem Tag wieder ein.

„Die Strafakte bricht ihm das Genick“, muss selbst Verteidiger Peter Oberländer eingestehen. Dennoch hofft der Rechtsanwalt auf eine mildere Strafe mit Bewährung für den Angeklagten. Denn die Staatsanwaltschaft will den 55-Jährigen hinter Gittern sehen.

Kein letztes Wort

Mit Blick auf das Vorstrafenregister ist das Urteil für die Richterin unumgänglich: ein Jahr Haft ohne Bewährung. Als hätte er es geahnt: Auf das letzte Wort verzichtet der Angeklagte.



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