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Bruchköbeler FDP: Bürgerbüro soll flexibler werden

Bruchköbel

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    Für die FDP sind die Öffnungszeiten des Bruchköbler Bürgerbüros nicht der zeitgemäß. Eine halbe Stunde länger täglich sollte drin sein, meinen die Liberalen in einem Antrag, der nun geprüft werden soll. Foto: Weber

Bruchköbel. Muss das Bürgerbüro der Stadtverwaltung bürgerfreundlicher werden, beispielsweise durch verlängerte Öffnungszeiten? Die FDP-Fraktion im Stadtparlament meint ja und zettelte am Dienstagabend mit ihrem Antrag eine Diskussion darüber im Parlament an.

Artikel vom 21. Juni 2018 - 15:37

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Von Holger Weber

Die gegenwärtigen Öffnungszeiten des Bürgerbüros mit zwei Nachmittagen, davon einer bis 16 Uhr und einer bis 18 Uhr, seien nicht mehr zeitgemäß. Beispiele aus vergleichbaren Kommunen zeigten, dass man hier deutlich mehr anbieten sollte und könnte, sagte die Fraktionsvorsitzende der FDP, Sylvia Braun. Sie forderte, dass in den erweiterten Öffnungszeiten mindestens ein Ansprechpartner für die Belange des Bürgerbüros verfügbar sein sollte.

Dies sollte mit dem vorhandenen Personal von etwa acht Personen auch abzubilden sein, notfalls könne aus der allgemeinen Verwaltung in Ferienzeiten auch kurzfristig Verstärkung angefordert werden, schlug Braun vor.

„Da gibt es nichts zu prüfen. Entweder man will das oder man lässt es.“
Konkret wollen die Liberalen die Öffnungszeiten des Bürgerbüros für alle Nachmittagsstunden mindestens bis 16.30 Uhr erweitern. Darüber hinaus sollte mindestens an einem Tag bis 18.30 Uhr geöffnet sein. Prinzipiell unterstütze die CDU mehr Bürgerfreundlichkeit, argumentierte der Vorsitzende der Christdemokraten, Thomas Sliwka. Allerdings entspreche die Forderung der Liberalen einem Mehraufwand von acht Stunden in der Woche.

Deshalb müsse erst geprüft werden, welche personellen und finanziellen Auswirkungen dies auf die Verwaltung habe. Deshalb plädierte Sliwka dafür, dies zunächst vom Magistrat prüfen zu lassen. Der Ergänzungsantrag, den CDU und SPD letztlich durchsetzten, reichte Braun wiederum nicht aus: „Da gibt es nichts zu prüfen. Entweder man will das oder man lässt es.“ Es gehe ihrer Partei nicht um einen größeren Personalaufwand, sondern um mehr Flexibilität und veränderte Strukturen in der Verwaltung.

Noch keine Beschwerden eingegangen
Die Grünen kanzelten den FDP-Vorstoß als „neoliberal“ ab. „Unser Ziel sollte ein digitales Rathaus sein, das den Gang der Bürger in die Anlaufstelle der Verwaltung überflüssig machte“, meinte Patricia Bürgstein.

Bürgermeister Günter Maibach kritisierte den Vorstoß der FDP als irreal, gehe er doch von der Annahme aus, dass in der Verwaltung jeder jeden ersetzen könne. Dies sei mitnichten der Fall, so der Bürgermeister. Diese Idee scheitere schon allein an den unterschiedlichen Zugangsberechtigungen der Verwaltungsmitarbeiter. Zudem sah der Verwaltungschef keinen Anlass für längere Öffnungszeiten. „Da haben wir noch keine Beschwerden bekommen“, so Maibach.

 



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