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Falscher Alarm wegen eines Pakets in der Postfiliale

Bruchköbel

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    Die Feuerwehr öffnete das Paket vor Ort. Dabei erwies sich der Inhalt als ungefährlich. Foto: Feuerwehr Bruchköbel

Bruchköbel. Ein Paket mit Buttersäurenampullen hat am Freitagmittag für eine zweieinhalbstündige Sperrung der Bruchköbeler Innenstadt gesorgt. Ein Paket in der Postfiliale am Inneren Ring sonderte einen intensiven Geruch ab. Nachdem einige Mitarbeiter anschließend über Übelkeit klagten, alarmierten sie Feuerwehr und Polizei.

Artikel vom 16. Juni 2018 - 09:35

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Der Alarmruf ging bei den Behörden um kurz nach 13 Uhr ein. „Wir haben zunächst einmal den Bereich um die Filiale gesperrt, da wir nicht wussten, um was für eine Substanz es sich handelt. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten“, umriss ein Sprecher der Feuerwehr die ersten Maßnahmen. Der ebenfalls aus Hanau mitalarmierte Gefahrgutzug der Feuerwehr Hanau bereitete dann Material zur Bestimmung der unbekannten Substanz vor. Dazu ging ein Trupp mit schwerem Atemschutz ins Gebäude vor und versuchte mit sogenannten Prüfröhrchen die Substanz näher zu identifizieren. Hierfür wurden das betroffene Paket vorsichtig angeschnitten und die Prüfröhrchen von außen eingeführt.

Gefäße mut Butansäure
Parallel versuche die Polizei, den Empfänger und Absender der Sendung zu kontaktieren, um Informationen über den Inhalt zu erhalten. Der Trupp brachte das stinkende Behältnis schließlich ins Freie, um es dort öffnen zu können. Dabei wurden dann mehrere Gefäße mit Butansäure (auch als Buttersäure bekannt) gefunden, die wahrnehmbar großen Gestank verbreiteten.

Die Behältnisse wurden in Kunststoffverpackungen gehüllt und in einem Fass verschlossen. Die Postfiliale wurde umfangreich belüftet.

Verwendung zur Schädlingsbekämpfung
Der Geruch von Buttersäure wird vom Menschen als extrem unangenehm empfunden. Verwendet wird die Säure bei der Schädlingsbekämpfung, in der Herstellung von Medikamenten und der Kunststoffverarbeitung. Sie werden aber auch für den Bau von sogenannten Stinkbomben verwendet. Wofür die Substanz letztlich verwendet werden sollte und warum das Material per Post verschickt wurde, konnte die Polizei gestern Nachmittag noch nicht sagen. Nach Angaben eines Beamten wurden die Ampullen in einem guten Zustand gefunden. Offenbar war bereits beim Abfüllen Flüssigkeit ausgelaufen.

Zwei Mitarbeiter der Postfiliale wurden vor Ort vom Rettungsdienst betreut, mussten aber nicht wegen akuter Beschwerden behandelt werden. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen wurde der Innere Ring sowie der Bereich um das Posthaus gesperrt. Durch die Sperrung der Innenstadt kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.  how

 



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