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Polizei findet 200 Kilogramm illegale Böller, Waffen und Drogen

Bruchköbel

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    Einen explosiven Fund machte die Polizei in Bruchköbel. (Symbolfoto)

Bruchköbel. Seit Monaten wird in den sozialen Netzwerken in Bruchköbel über Knallgeräusche diskutiert, durch die die Anwohner zu nächtlicher Stunde aus dem Schlaf gerissen werden. Jetzt hat die Polizei zwei Männer festgenommen, bei denen große Mengen illegaler Sprengkörper gefunden worden sind.

Artikel vom 14. Mai 2018 - 17:19

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Ob es einen Zusammenhang zwischen den nächtlichen Ruhestörungen und dem Fund gibt, steht jedoch noch nicht fest. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren.

Laut Polizeibericht waren es etliche Kisten mit nicht genehmigten Böllern, die laut einer Polizeisprecherin „nicht ohne waren“ und von den Streifenpolizisten nicht so einfach abtransportiert werden konnten.

200 Kilogramm
Es soll sich um Böller gehandelt haben, die in der Szenesprache auch Polenböller genannt werden, weil sie in Polen hergestellt werden. Den Abtransport nahmen Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes vor. Laut Staatsanwaltschaft in Hanau soll es sich um 200 Kilogramm gehandelt haben.

Die Polizei kam dank eines Zeugenhinweises auf die Spur der beiden 28 und 33 Jahre alten Männer. Kurz vor 13 Uhr hatte der Zeuge am vergangenen Samstag beobachtet, wie ein Mann die „verdächtigen“ Kisten in einen Fahrradanhänger einlud und diese abdeckte. Hierbei trug er Handschuhe.

Drogen und Waffen
Die herbeigerufenen Beamten nahmen kurz danach die zwei Männer aus Bruchköbel vorläufig fest und durchsuchten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hanau deren Wohnungen. Dabei fanden die Polizisten auch Drogen und verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz.

Die Verdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen; beide müssen sich nun einem Strafverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Des Weiteren wurden gesonderte Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz eingeleitet.

„Hallelujah, endlich Ruhe“
Derweil wurde die Nachricht von der Festnahme in den sozialen Netzwerken mit Erleichterung aufgenommen. „Vielleicht hören damit die nächtlichen Knallgeräusche endlich auf“, meinte ein Bürger. „Hallelujah, endlich Ruhe“, freute sich eine andere.

Ob es sich bei den Festgenommenen wirklich um die Ursache für die mysteriösen Donnerschläge in der Stadt handelt, muss jetzt die Polizei klären.

„Die Ermittlungen beginnen jetzt erst richtig“, sagte eine Polizeisprecherin Andrea Ackermann am Montagnachmittag auf Anfrage dieser Zeitung. how



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