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Neunemann-Güth: "Ich kann in den Spiegel sehen"

Bruchköbel

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    Nicole Neunemann-Güth. Foto: Privat

Bruchköbel. Die namentliche Abstimmung hat es für Nicole Neunemann-Güth nicht gerade einfacher gemacht. Als einzige Abgeordnete wich die Sozialdemokratin am Dienstagabend von der Linie der Partei ab und enthielt sich der Stimme.

Artikel vom 15. März 2018 - 15:49

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Warum haben Sie sich enthalten?

„Ich bin grundsätzlich für eine Erneuerung der Innenstadt, denn das was passieren muss, steht außer Frage. Ich selbst kann mich aber mit der aktuell geplanten Umsetzung nicht wirklich identifizieren. Zum einen die Kosten im Allgemeinen, zum anderen die architektonische Gestaltung der jetzigen Variante. Auch von der Tiefgarage bin ich nicht überzeugt. Hier ließen sich doch erhebliche Kosten des Gesamtprojekts einsparen und somit das Finanzrisiko schmälern. Da ich niemandem gerne in den Rücken falle, war die Enthaltung die sauberste Abstimmungsvariante. Ich kann mich definitiv noch im Spiegel betrachten.“

 

Wie groß war der Druck aus dem privaten Umfeld und der Fraktion?

„Die Rückmeldungen aus dem privaten sowie dem Fraktionsumfeld, waren die, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Kann ich mit dem, was ich aktuell weiß, dem Projekt das jetzt zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, guten Gewissens zustimmen? Weiß ich, was in den nächsten Jahren passiert? Müssen so große Brötchen gebacken werden, obwohl kleinere auch gut schmecken? Ich hab mich darin einfach nicht zufriedenstellend wieder gefunden. Somit habe ich mir tatsächlich selbst den meisten Druck gemacht.“

 

Was muss passieren, damit Sie voll hinter dem Projekt stehen können?

„Hat sich die Antwort auf diese Frage nicht seit Dienstag, 21 Uhr, erübrigt?“

 



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