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Eskalation an Silvester

Bruchköbel

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    Michael J. zeigt auf den zerfetzten Sichtschutz und den Maschendrahtzaun, den die Detonation der Granate deformiert hat. Er hat Anzeige bei der Polizei erstattet. (Foto: Weber)

Bruchköbel. Das Silvesterfeuerwerk in Oberissigheim wird voraussichtlich noch einen juristischen Nachhall haben. Ein Anwohner aus der Odenwaldstraße hat Anzeige bei der Polizei erstattet, weil sein Gartenzaun mit einer amerikanischen Brandgranate zerstört wurde.

Artikel vom 03. Januar 2018 - 17:34

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Von Holger Weber

Die ganze Geschichte hat eine Vorgeschichte, die zumindest bis zur Kerb im Sommer zurückreicht.

Es war kurz nach Mitternacht als die ersten China-Böller und Bierflaschen im Garten vom Michael J. landeten. „Dabei wurde auch immer wieder mein Name gerufen“, berichtet der Oberissigheimer, der daraufhin die Polizei alarmierte. Irgendwann habe einer aus der Gruppe etwas am Gartenzaun abgelegt und gerufen: „Weg hier, gleich wird's laut“. Daraufhin habe es eine heftige Detonation gegeben. Wie J. kurze Zeit später feststellte, hatte der Sprengkörper seinen Maschendrahtzaun deformiert und einen Teil des aus Plastik bestehenden Sichtschutzes zerfetzt. „Die Explosion war so heftig, dass sogar der Randstein beschädigt wurde", sagt er und zeigt auf den Stein im Boden. Sein Nachbar, bei dem ebenfalls ein solcher Sprengsatz vor dem Grundstück abgestellt worden war, stellte eine ausgebrannte Blechbüchse sicher. Dort war die Granate jedoch nicht explodiert, sondern nur ausgebrannt. Zudem fand Michael J. einen Zünder einer Brandgranate aus amerikanischer Herstellung. „Da hätte wer weiß was passieren können“, sagt er. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

Streit im Sommer

Die Attacke mit der Brandgranate hat eine Vorgeschichte, die bereits im vergangenen Sommer bei der Kerb beginnt, glaubt Michael J. Dessen Garten liegt direkt gegenüber dem Bürgerhaus in Oberissigheim. Im Sommer hatte es Streit gegeben zwischen Michael J. und den Organisatoren der Kerb, die von der Feuerwehr und den Fußballern organisiert und ausgerichtet worden war. Bei zwei Konzerten im Festzelt wurde nach Ansicht von Michael J. die zulässige Lautstärke überschritten. Er hatte damals Anzeige erstattet. Bei Facebook gab es wüste Beleidigungen. In der Silvesternacht sei nun die Rache dafür erfolgt, ist sich der Oberissigheimer sicher.



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