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Bruchköbel nimmt Abschied von Pfarrer Walter Götz

Bruchköbel

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    Im Rahmen einer Trauerfeier nahmen am Montag die Bruchköbeler Abschied von Walter Götz, der an seinem Altersruhesitz in Bayern im Alter von 72 Jahren verstorben ist. J Foto: PM

Bruchköbel. Verwandte, Freunde und zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Familia haben Abschied von Pfarrer Walter Götz i.R. genommen. Er war am 1. August nach mehrjähriger, schwerer Krankheit an seinem Altersruhesitz im oberbayrischen Penzberg im Alter vom 72 Jahren verstorben.

Artikel vom 11. August 2016 - 15:26

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Das Requiem und die anschließende Beisetzung auf dem Neuen Friedhof in Bruchköbel waren für die etwa 500 Trauergäste ein Innehalten und Erinnern an die vielen Jahre seiner Aufgabe als Gemeindepfarrer. Er leitete die katholische Kirchengemeinde Sankt Familia von 1984 bis 2011.

Bei der Trauerfeier, die unter anderem von Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke und dem stellvertretenden Dechant Dirk Krenzer sowie Pfarrer Michael Rademacher, einem Studienfreund von Walter Götz, zelebriert wurde, spürte man hautnah, welche Verbundenheit mit ihm bestanden hat. Besonders beeindruckend war das Mitwirken der beiden Pfarrer Sebastian und Markus Blümel, seine Neffen.

Sehr persönliche Predigt
In einer sehr persönlichen Predigt charakterisierte dann Markus Blümel – einer der beiden Neffen – den Pfarrer, Mitbruder und Onkel Walter Götz als mitfühlenden und immer authentischen Menschen, der sein Leben in den Dienst der Gemeinde gestellt habe. In den anschließenden Beileidsbezeugungen durch Vertreter der Verbände, Gremien und Repräsentanten aus Politik sowie der evangelischen Kirche wurde spürbar, welches Lebenswerk Walter Götz in Bruchköbel vollbracht hat und welchen prägenden Einfluss er auf junge und ältere Menschen hatte.

Immer wieder wurde hervorgehoben, mit wie viel Freude und Verkörperung der christlichen Werte er Vorbild und Inspiration war – stets bereit, sich mit den Menschen auseinanderzusetzen und die frohe Botschaft alltagsnah zu verkünden.

Schwierige Lebensphasen bewältigt
Dabei wurde auch betont, dass er sehr schwierige Lebensphasen durchlaufen beziehungsweise bewältigen musste, aber immer getragen von seinen Grundüberzeugungen und dem tiefen Glauben an Gott. In allen Aussagen wurde erkennbar, dass er immer im Sinne der Menschen handelte und dabei auch manchmal die amtskirchlichen Vorgaben hinten anstellte.

Besondere Verdienste waren sein Engagement für die Ökumene und seine große Hilfsbereitschaft für die Bedürftigen, insbesondere für Kinder und Menschen in der Dritten Welt. So floss auch die Kollekte zwei
entsprechenden Projekten für krebskranke Kinder und Schulen in Brasilien zu.

Bewegende Trauerfeierlichkeit
Die gesamte Trauerfeierlichkeit war zutiefst bewegend. Sie war begleitet einerseits vom irdischen und emotionalen Abschiednehmen, anderseits vom Glauben getragene Hoffnung nach einem Weiterleben und einem wie auch immer gearteten Wiedersehen mit „unserem Pfarrer“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde St. Familia.



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