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Awo-Skandal: Kreisvorsitzender Jörg Mair im Interview

Main-Kinzig-Kreis

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    Der Kreisvorsitzende der Awo, Jörg Mair, hat sich zum aktuellen Skandal um die Arbeiterwohlfahrt geäußert. Foto: Privat

Region. Im Frühjahr des vergangenen Jahres hat er den langjährigen Vorsitzenden Erwin Schmidt abgelöst: Jörg Mair aus Rodenbach wurde von der AWO-Kreisversammlung zum Kreisverbandsvorsitzenden gewählt. Redakteurin Monica Bielesch sprach mit Mair über die aktuelle Lage der 1200 Ehrenamtlichen bei der AWO Main-Kinzig-Kreis.

Artikel vom 24. Januar 2020 - 11:14

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 Was erwarten Sie in der aktuellen Situation von den hauptamtlichen Verantwortlichen im AWO-Bundesverband?
"Zuerst möchte ich betonen, dass ich für Nicole Freitag, die hier im Kreis als Geschäftsführerin für die AWO hauptamtlich arbeitet, meine Hand ins Feuer legen würde. Ihr Gehalt ist völlig im Rahmen eines normalen Gehaltgefüges. Insgesamt erwarte ich vollkommenes Umdenken bei der Gesamtstrukturierung der AWO. Bisher gab es ein Nebeneinanderher der Verbände und Gruppen. Jeder hat völlig unabhängig gehandelt, deshalb gab es auch keine Kontrolle für den Einzelnen. Wir brauchen auch eine bundesweit einheitliche Gehaltseingruppierung bis zu den Leitungsfunktionen." 

Haben Sie im Verlauf des AWO-Skandals auch schon daran gedacht, Ihr ehrenamtliches Engagement aufzugeben?
"Nein! Natürlich ärgert mich das Verhalten der Verursacher. Aber ich bin auch immer noch den ehrenamtlichen Mitgliedern verpflichtet. Wir versuchen gerade uns im Main-Kinzig-Kreis neu aufzustellen. Und die Arbeit macht ja Spaß!"

Was sollte jetzt passieren, um die Ehrenamtlichen zu stärken?
"Als erstes sollten die Dinge zeitnah aufgeklärt werden. Aber da habe ich gute Hoffnung, die damit beauftragte Hertha Däubler-Gmelin ist eine sehr rechtschaffene Frau. Wir brauchen klare Strukturen, dann wird sich die Situation wieder bessern. Wenn wir jetzt Dinge verdecken oder nicht aufklären, dann droht der AWO nachhaltiger Schaden."



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