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Aktivisten erheben in öffentlichem Brief Vorwürfe gegen Schulamt

Main-Kinzig-Kreis

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    Sollte der Protest verhindert werden? In Gelnhausen werden nach der Demo im September Vorwürfe gegen das Schulamt laut. Foto: Andreas Ziegert

Main-Kinzig-Kreis. In einem offenen Brief haben die Aktivisten von „Fridays-for-Future“ und „People-for-Future“ in Gelnhausen dem staatlichen Schulamt des Main-Kinzig-Kreises vorgeworfen, versucht zu haben, die Demonstration am 20. September zu verhindern.

Artikel vom 11. Oktober 2019 - 13:58

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So soll das Schulamt versucht haben, Lehrer und Schüler von der „Fridays-for-Future“-Demonstration in Gelnhausen abzuhalten. 

„Leider hat das Schulamt nicht auf unser Schreiben reagiert, sodass wir nun den Weg über die Öffentlichkeit suchen. Wir haben bei den Demonstrationen in Gelnhausen bewusst darauf geachtet, dass kein Unterricht geschwänzt werden muss. Dennoch steht der Verdacht im Raum, dass Lehrer vom Schulamt aufgefordert wurden, nicht an der Demonstration teilzunehmen oder Schüler davon abzuhalten.

Initiatoren des Klimafestes haben sich angeschlossen

Wir hoffen, dass es sich um ein Missverständnis handelt, da wir sonst davon ausgehen müssen, dass das Schulamt das Versammlungsrecht verletzt“, begründet die „Fridays-For-Future“-Aktivistin Clara vom Endt den Schritt.

Mittlerweile hätten sich auch die Initiatoren des Klimafestes auf der Müllerwiese dem offenen Brief angeschlossen. Die fand am gleichen Tag statt.

Niemand solle eingeschüchtert werden

„Es ist schon komisch, wenn das Schulamt nicht bemüht ist, einen solchen schwerwiegenden Verdacht aus der Welt zu räumen. Wir können es nicht tolerieren, wenn Menschen davon abgehalten werden, auf unseren Veranstaltungen ihre vom Grundgesetz zugesicherten Rechte wahrzunehmen. Bereits am 29. November 2019 werden wir die nächste Demonstration in Gelnhausen stattfinden lassen. Deshalb sollte es sowohl ein Anliegen des Staatlichen Schulamtes, als auch von uns sein, dass dieses Missverständnis geklärt ist. Niemand, der an unseren Demonstrationen teilnehmen will sollte eingeschüchtert werden“, erklären die beiden Sprecher der People-For-Future-Ortsgruppe Marjorie Vannieu und Andreas Hlasseck. 

Die „Fridays-For-Future-Bewegung“ hatte am 20. September in 575 deutschen Städten zur Teilnahme an Demonstrationen aufgerufen. Neben der „Fridays-for-Future“-Ortsgruppe Gelnhausen gründete sich auch eine „People-for-Future“-Ortsgruppe, eine Vereinigung von Eltern und Erwachsenen. Auch beim kommenden weltweiten Aktionstag am Freitag, 29. November, sind Aktionen in Gelnhausen geplant. thb



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