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Simmler für zweite Amtszeit als Erste Kreisbeigeordnete nominiert

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    Überwältigt vom einstimmigen Votum: Susanne Simmler (links) bedankt sich für das große Vertrauen ihrer Parteifreunde. Zu den ersten Gratulanten zählen Klaus Schejna (Zweiter von rechts), der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, und seine Stellvertreterin Kerstin Schüler (rechts). Foto: Andreas Ziegert

Hasselroth. 100 Prozent für Susanne Simmler: Bei der Mitgliedervollversammlung der Kreis-SPD am Mittwochabend in Niedermittlau wurde die 42-Jährige erneut für die Position der hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten nominiert.

Artikel vom 30. August 2019 - 13:39

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Von Andreas Ziegert

Von 147 anwesenden Delegierten votierten 144 für Simmler, zwei Stimmen waren ungültig. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky musste aus Termingründen die Versammlung vorzeitig verlassen, sprach sich aber zuvor auch für sie aus.

„Eine, die anpackt und mit Kopf, Herz und Haltung Politik im Main-Kinzig-Kreis macht“, beschrieb der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christoph Degen die zweifache Mutter, die seit dem 1. April 2014 als Vize-Landrätin tätig ist. Zunächst an der Seite von Landrat Erich Pipa, jetzt an jener seines Nachfolgers Thorsten Stolz. Im Oktober 2013 war Simmler erstmals bei einem Parteitag in Wächtersbach für das Amt nominiert worden, damals erhielt sie eine Zustimmung von 92,7 Prozent.

Ihre Wahl im Kreistag im Oktober gilt als sicher, da dieser Posten im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU den Sozialdemokraten zugesprochen wurde. Simmler kündigte an, in Zukunft stärker auf eine sozialdemokratische Handschrift zu setzen: „Es ist an der Zeit, Haltung zu zeigen“, habe die Partei genügend Ideen, die Gesellschaft so aufzustellen, dass alle mitgenommen werden. Einer ihrer Schwerpunkte soll weiterhin das Thema Pflege bleiben.

„Man bemisst den Wert einer Gesellschaft daran, wie man mit den Alten und Kranken umgeht“, verwies sie beispielsweise auf die kreiseigenen Alten- und Pflegezentren mit inzwischen mehreren Außenstellen. Diskussionen und Konfrontationen wolle sie aber auch weiterhin nicht aus dem Weg gehen: „Ich bin nicht die Einfachste, ich kann hart in der Sache streiten“, habe sie sich mit ihrem Spitzenamen „Bienen-Susi“ allerdings inzwischen angefreundet, nachdem die Themen Umwelt und Natur immer mehr in den Mittelpunkt gerückt seien.

Einer der parteiinternen Diskussionspartner ist derzeit Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky. Hinsichtlich des geplanten Abschieds Hanaus aus dem Main-Kinzig-Kreis, genannt „Auskreisung“, hatte Simmler auf einer Pressekonferenz vor knapp einem Jahr noch angezweifelt, dass eine Neuordnung bei gleichbleibender Qualität wirtschaftlich ist.

Kaminsky kündigte nun bei seiner Lobpreisung der auch künftigen Vize-Landrätin am Mittwochabend in Niedermittlau auch bei diesem Thema Einigkeit an: „Jeder politische Mitbewerber wird sich täuschen, wenn er glaubt, dass sich die SPD am Ende nicht auf eine gemeinsame Haltung verständigen und diese auch vertreten werde.“



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