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Nach rassistischer Bluttat: Opfer will weg aus Wächtersbach

Wächtersbach

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    "Kein Platz für Rassismus." So lautete die Aussage bei der Mahnwache nach den rassistisch motivierten Schüssen auf einen Eritreer in Wächtersbach. Archivfoto: Kai Pfaffenbach

Wächtersbach. Der beim rassistisch motivierten Mordversuch in Wächtersbach angeschossene 26-Jährige konnte mittlerweile das Krankenhaus verlassen. In der Kleinstadt sieht er jedoch keine Zukunft für sich und seine Familie.

Artikel vom 07. August 2019 - 17:34

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Wie die Hessenschau unter Berufung auf Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) berichtet, sei der Eritreer nun „wieder mobil, aber körperlich eingeschränkt“. Er müsse jedoch weiter behandelt werden und erhalte Unterstützung. In Wächtersbach möchte er jedoch nicht weiter wohnen.

Ein 55-jähriger Deutscher hatte nach aktuellen Erkenntnissen am 20. Juli aus fremdenfeindlichen Motiven in einem Industriegebiet auf den jungen Familienvater geschossen.

Der 26-Jährige erlitt einen Bauchdurchschuss und wurde notoperiert. Der mutmaßliche Täter nahm sich nach den Schüssen selbst das Leben. Zuvor hatte er noch in seiner Stammkneipe mit der Tat geprahlt.

Polizeieinsatz auch in Erlensee

Im Zusammenhang mit dem Fall kam es später auch zu einem Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Erlensee. Der mutmaßliche Täter war offenbar erst vor zwei Jahren von dort nach Biebergemünd gezogen. 

Bereits wenige Tage nach der Tat versammelten sich mehrere Hundert Menschen zu einer Mahnwache und einer Demonstration, um ein Zeichen gegen Rassismus und rechten Terror zu setzen. az/lg/djk

Lesen Sie hier auch den Kommentar unserer stellvertretenden Chefredakteurin Yvonne Backhaus-Arnold nach der Tat.



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