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IHK stellt Statistik zur Ausbildung vor

Main-Kinzig-Kreis

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    Ein Blick auf die aktuellsten Zahlen der im Kreis abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern (IHK) zeigt, dass die Ausbildung nach wie vor attraktiv zu sein scheint. Symbolfoto: Pixabay

Main-Kinzig-Kreis. Die duale Ausbildung in Berufsschule und Lehre ist nicht mehr attraktiv? Lieber Studium statt Lehre? Ein Blick auf die aktuellsten Zahlen der im Kreis abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern (IHK) zeigt ein anderes Bild.

Artikel vom 02. August 2019 - 13:48

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Wie IHK-Sprecher Dr. Achim Knips in einer Pressemitteilung berichtet, sei trotz seit Jahren sinkender Schülerzahlen die Zahl der von den Unternehmen angebotenen und besetzten Ausbildungsplätze nach wie vor hoch. „Die Summe liegt unter dem Strich ziemlich genau so hoch wie vor 20 Jahren“, so Knips. 

Die Statistik mit den von der Kammer registrierten Ausbildungsverträgen seit dem Jahr 2000 zeige jedoch auch gesellschaftliche Wandlungen an: Die leichten Anstiege vor und nach 2009 dürften den Einwanderungen nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ 20 Jahre zuvor geschuldet sein, vermuten die IHK-Experten.

Seinerzeit war bis 1994 die Einwohnerzahl im Main-Kinzig-Kreis kräftig angestiegen – viele Kinder von Umsiedlern aus dem ehemaligen Ostblock schlossen vor zehn Jahre eine Berufsausbildung mit Erfolg ab. 

Unternehmen bereit junge Fachkräfte auszubilden

Die weitere, kleinere Spitze um das Jahr 2016 wiederum resultiert aus dem G8-Abitur, das kurzzeitig zu einer doppelten Zahl von Abiturienten an den Gymnasien führte. Seit Beginn der Statistik liegt die Zahl der Ausbildungsverträge immer zwischen 3100 und 3700.

„Sowohl die Zahlen für 2018 als auch die – noch unvollständigen – Zahlen für 2019 deuten auf eine nach wie vor unverändert hohe Bereitschaft der Unternehmen hin, junge Menschen zu Fachkräften auszubilden“, bewertet Knips die Statistik.

Ebenfalls sehr erfreulich: Die Aufteilung zwischen gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen habe sich nur unwesentlich in Richtung kaufmännische Berufe verschoben. 

Ausbildung hat sich sehr verändert

Knips weiter: „Das deutet darauf hin, dass erstens die Industrie noch immer an einem starken Standort Main-Kinzig-Kreis interessiert ist, der Zukunft hat, und dementsprechend ausbildet. Zweitens haben das Internet und die gesamte Digitalisierung in der Wirtschaft die berufliche Ausbildung mindestens nicht geschwächt, sondern vermutlich sogar gestärkt.“

Viele Ausbildungsberufe seien zudem mit ihren Vorläufern vor 20 Jahren nur noch bedingt vergleichbar. Nicht nur der Arbeitsalltag hat sich geändert, auch die Ausbildungsinhalte wurden den veränderten Anforderungen angepasst. thb



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