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Boom hält an: Wohnen und Arbeiten in der Region immer gefragter

Region Hanau

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    Auf Wachstumskurs: Die Baugebiete Büchensaal und Kreuzweg in Erlensee sind in den vergangenen Jahren hinzugekommen. Archivfoto: Axel Häsler

Region Hanau. Die Region boomt. Die Städte Erlensee, Hanau und Maintal erzielten laut Regionalverband FrankfurtRheinMain mit Wachstumsraten zwischen sieben und elf Prozent im Zeitraum 2012 bis 2017 ein gegenüber dem Gesamtgebiet des Verbandes (6,2 Prozent) überdurchschnittliches Bevölkerungsplus.

Artikel vom 19. Juni 2019 - 09:47

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Weit über dem Verbandsdurchschnitt lag die Beschäftigungsentwicklung in den drei Kommunen Erlensee, Hammersbach und Langenselbold. Hier wurden in den vergangenen fünf Jahren Beschäftigungszunahmen zwischen 45 und 58 Prozent realisiert, teilt der Verband mit.

Erlensee baut am meisten

Es folgen Bruchköbel, Neuberg und Ronneburg mit einem Beschäftigungsplus von 23, 22 und 17 Prozent. Erlensee schneidet bei einem Wohnungsbauindikator besonders gut ab: Hier wurden im ‧Zeitraum 2013 bis 2017 mit rund fünf Wohnungen pro 1000 Einwohner und Jahr die meisten Wohnungen in den zum Regionalverband gehörenden Kommunen des Main-Kinzig-Kreises gebaut. Alle übrigen untersuchten Kommunen im Kreis erreichten nicht den Durchschnittswert des Regionalverbandes von 3,9 neuen Wohnungen pro 1000 Einwohner und Jahr. Diese Zahlen gehen aus dem jetzt erschienen Monitoring-Jahresbericht des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain hervor.

Die engere Region FrankfurtRheinMain zeichne sich insgesamt durch eine ungebrochene Anziehungskraft aus, die einen weiterhin hohen Zuzug beschere, so der Verband. Mit der stark ansteigenden Einwohnerzahl – insbesondere im Kern – bestehe „auch weiterhin ein erheblicher Bedarf an Wohnraum, der letzten Schätzungen zufolge bis 2030 bei über 200 000 Wohnungen im Gebiet des Regionalverbandes liegen wird“.

Bautätigkeit hat sich in sieben Jahren verdoppelt

Ausgesprochen positiv sind die Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau in Höhe von über 11 600 Wohnungen im Jahr 2017 zu werten – damit hat sich die jährliche Bautätigkeit im Vergleich zu 2010 mehr als verdoppelt. „Wir sehen, die Verbandskommunen haben die Zeichen der Zeit erkannt und strengen sich enorm an, den Bedarf zu decken. Bei einem 'Weiter so!' werden wir sie mit allen Kräften unterstützen“, sagen Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU) und Erster Beigeordneter Rouven Kötter (SPD). Beispielsweise in den derzeit laufenden Einzelgesprächen mit den Kommunen zur Neuaufstellung des Regionalen Flächennutzungsplan. „Wir drehen jeden Stein um, um auszuloten, wo es noch Entwicklungsmöglichkeiten gibt.“

Ein anderes Beispiel für die Dynamik in der Region ist laut Verband das große Beschäftigungsplus in den letzten fünf Jahren. Mit einem Anstieg von zwölf Prozent war das Beschäftigungswachstum sogar doppelt so stark wie der – bereits erhebliche – Einwohnerzuwachs im gleichen Zeitraum. Dabei wird auch in Zukunft der hohe Fachkräftebedarf eine besondere Herausforderung sein. „Auch hier sind wir seit einiger Zeit erfolgreich mit unserem Wel‧come-Center tätig, um Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen“, sagt die Verbandsspitze.

Verkehrsmittel: 45 Prozent fahren mit dem Auto

Der Regionalverband hat in der aktuellen Monitoring-Broschüre neue Inhalte berücksichtigt, beispielsweise Zahlen aus der Studie „Mobilität in Deutschland“ zur Nutzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel. Im Verbandsgebiet wurden 2017 45 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt, zu Fuß gingen 28 Prozent der befragten Verkehrsteilnehmer. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn erreichen einen Anteil von 14 Prozent, das Fahrrad liegt mit zwölf Prozent knapp dahinter. In der Broschüre sind auch ausführliche Pendlerauswertungen zu finden.

Insgesamt bietet die Broschüre Wissenswertes zu den Themenfeldern Bevölkerung, Wirtschaft, Bauen und Wohnen, Mobilität, Daseinsvorsorge, Flächennutzung und Finanzen. Auf über 80 Seiten lässt sich eine Vielzahl von Informationen finden, mit denen der Regionalverband die kontinuierliche Raumbeobachtung zu den 75 Städten und Gemeinden ermöglicht. So sind detaillierte Vergleiche und Analysen für einzelne Mitgliedskommunen im Vergleich zu ihren Nachbargemeinden und zum Regionalverband insgesamt möglich. Das Gebiet des Regionalverbandes erstreckt sich auf der Nord-Süd-Achse von Münzenberg bis Groß-Gerau und in West-Ost-Ausrichtung von Eppstein bis Langenselbold. Darin leben rund 2,4 Millionen Menschen. cd



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