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"Main-Kinzig-Kreis hilft Beruwala" - So sehen die Erfolge aus

Main-Kinzig-Kreis

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    Gruppenfoto zum Abschied: Die Helfergruppe aus dem Main-Kinzig-Kreis um Altlandrat Karl Eyerkaufer (Bildmitte mit Blumenkette) ließ sich von den jüngsten Anschlägen in Sri Lanka nicht schrecken und führte ihre Reise nach Beruwala wie geplant bis zum Ende durch. Foto: PM

Main-Kinzig-Kreis. Die 26. Hilfsreise nach der Tsunamikatastrophe in Sri Lanka ist unter der Leitung von Ex-Landrat Karl Eyerkaufer in Begleitung der Kreistagsabgeordneten Ursule Conen, des ehemaligen Kreisbeigeordneten Matthias Zach sowie mehrerer Sponsoren abgeschlossen worden. 

Artikel vom 16. Mai 2019 - 12:27

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Die brutalen Anschläge des „Islamischen Staats“, die 253 Menschen das Leben gekostet haben, verbreiteten Schrecken und Horror. „Die Ausrufung des Notstands und Ausgangssperren haben uns aber nicht von unserer humanitären Pflicht abgehalten, weiter mit Gesten der Hilfe gegen diesen Wahnsinn anzukämpfen“, berichtet Eyerkaufer in einer Pressemitteilung des Kreises.

So sei es selbstverständlich, dass das vorgegebene Hilfsprogramm trotz der Anschläge weiter durchgeführt wurde. Alle Teilnehmer haben die Kosten der Reise selbst getragen, heißt es weiter in dem Bericht der Kreispressestelle.

Erste Erfolge

Im Mittelpunkt stand die Wiedereröffnung des durch den Tsunami am 26. Dezember 2004 zerstörten dreiklassigen Schulgebäudes der christlichen Kirchengemeinde St. Lazarus in Beruwala. 

Wichtige Fortschritte werden im Waisenhaus „Mama und Papa“ für geistig und körperlich behinderte Kinder gemacht: Durch die Unterstützung des Lions-Club Paderborn Carolus wurden jetzt mit Bernadath Lakmali eine qualifizierte Erzieherin und mit Sarath Nagasinghe ein Physiotherapeut jeweils an drei Tagen in der Woche fest angestellt.

Paten gesucht

Auch das Mädchenheim Pahalage benötigt fortgesetzte Hilfe. „Der staatliche Zuschuss von 40 Rupien pro Kind am Tag bedeutet 21 Eurocent und dieser Betrag reicht für eine ausreichende Ernährung nicht aus“, erläutert Eyerkaufer. Nun werden Paten gesucht, die bereit sind, 360 Euro für ein Jahr, also einen Euro pro Tag, für ein Kind zu spenden. Auch das Mädchenhaus Wijesinghe in Bentota erhielt wie die anderen aus dem Main-Kinzig-Kreis unterstützten Waisenhäuser wieder dringend benötigte Nahrungs- und Hygienemittel.

„Während unseres Aufenthalts konnten wieder 14 Familien aus ihren Elendshütten in ein menschenwürdiges Haus ziehen“, berichten Eyerkaufer, Conen und Zach. Die Kosten liegen jeweils bei etwa 1500 Euro. Diese Aktion habe inzwischen 298 Familien in Beruwala ein neues Zuhause mit Toilette, Strom- und Wasserversorgung ermöglicht.

Nützliche Hilfsmittel

Inzwischen erhielten weitere sieben junge Frauen, die erfolgreiche Nähkurse abgelegt haben, elektrische Nähmaschinen und sie bearbeiten in Heimarbeit Aufträge der Textilfabriken und der Nachbarschaft. 

Die Investition für diesen „Heimarbeitsplatz“ beträgt gerade einmal rund 250 Euro. Zehn Auszubildende, die weit entfernt vom Technical Training Institut wohnen und von denen bei einigen die Kosten der Ausbildung durch „Main-Kinzig-Kreis hilft Beruwala“ getragen werden, erhielten ein Fahrrad, um überhaupt die Ausbildungsschule erreichen zu können.

Weiterhin unverzichtbar

Zudem besuchte die Delegation Kindergärten, die Lehr- und Lernmittel erhielten, genauso wie die Zahnklinik und die Frauenklinik, errichtet durch Spenden der Bürger des Main-Kinzig-Kreises. Aus dem Erlös der Spenden konnten hier weitere medizinische Geräte überreicht werden.

Die bisherige Leistung der jahrelangen Partnerschaft wurde beim Empfang durch den Deutschen Botschafter Jörn Rohde und die Leiterin der Kulturabteilung, Claudia Tietze, gewürdigt. Insgesamt bewerteten sie die wichtige Arbeit der Hilfsaktion auch nach 15 Jahren als „weiterhin unverzichtbar hoch“. 

Für Eyerkaufer, Conen und Zach eine zusätzliche Motivation, die wirkungsvolle Unterstützung engagiert fortzusetzen. thb

Informationen 

Spenden für die Aktion „Main-Kinzig-Kreis hilft Beruwala“ können auf das Konto 99994 bei allen drei Sparkassen im Kreis überwiesen werden. Als Verwendungszweck ist „Spende“ anzugeben, eine entsprechende Bescheinigung wird dann ausgestellt. Dazu sollte die Adresse mit angegeben werden. Sparkasse Hanau, IBAN DE47 5065 0023 0000 0999 94



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