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Joh-Immobilie: Jetzt soll die Kreissparkasse einspringen

Hanau

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    Leerstand: Nach den neuesten Plänen soll das ehemalige Kaufhaus Joh in Gelnhausen abgerissen werden und einem Neubau weichen. Archivfoto: Thorsten Becker

Gelnhausen. Keine seltsam-dubiosen Investoren, die Stadt und Parlament monatelang an der Nase herumführen: Das seit fünf Jahren verwaiste Kaufhaus Joh soll von der Kreissparkasse Gelnhausen und dem Main-Kinzig-Kreis federführend entwickelt werden.

Artikel vom 14. Mai 2019 - 09:04

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Medienberichten zufolge soll das alte Kaufhaus von der Kreissparkasse gekauft und zusammen mit der Stadtentwicklungsgesellschaft verwertet werden. Konkret heißt das: Abriss und Neubau. Offenbar solle dann ein Verwaltungsbau mit Einzelhandelsflächen entstehen.  Nachdem die Barbarossastadt mit den großspurigen Plänen auswärtiger Investoren, in dem ehemaligen Kaufhaus ein „City-Outlet“ entstehen zu lassen, Schiffbruch erlitten hatte, laufen bereits Verhandlungen zwischen Stadt, Kreis und Kreissparkasse.

„Die CDU begrüßt das Vorhaben ausdrücklich. Damit wird die Forderung der CDU erfüllt, gemeinsam mit dem Kreis eine Lösung für das Joh-Areal zu finden“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Litzinger in einer Pressemitteilung fest und signalisierte Zustimmung.

CDU irritiert

Die Christdemokraten hatten mit einem Antrag, der in der nächsten Stadtverordnetensitzung behandelt werden sollte, gefordert, mit dem Kreis Verhandlungen über eine Nutzung der Immobilie durch den Kreis zu führen. Dabei hatten sie sich insbesondere für eine Nutzung des Geländes für die vom Kreis geplante Gesundheitsakademie ausgesprochen. Irritiert zeigt sich die CDU indes darüber, dass das Ergebnis der Beratungen zwischen Stadt, Kreis und Kreissparkasse jetzt bereits bekannt geworden sei.

Dass künftig Teile der Kreisverwaltung, die derzeit dezentral in der Barbarossastadt verteilt sind, eine neue Heimat finden, ist jedoch keine neue Idee. Auch die geplante Gesundheitsakademie des Kreises könnte, falls Gelnhausen den Zuschlag erhält, dort einziehen. 

„Wir gehen davon aus, dass die Presseberichterstattung auf zuverlässigen Quellen beruht und unterstützen die dort skizzierten Pläne ausdrücklich“, erklärt Litzinger. „Sowohl der Main-Kinzig-Kreis als auch die Kreissparkasse als fest in der Region verwurzeltes Kreditinstitut sind verlässliche Partner, denen es nicht an erster Stelle um Profitoptimierung, sondern um eine nachhaltige Entwicklung der Immobilie und damit verbunden eine Revitalisierung der Gelnhäuser Innenstadt geht. Die von der CDU nachdrücklich verlangte schnelle Lösung rückt damit näher“, so Litzinger weiter. 

Erforderlich ist jedoch ein Konsens in der Stadtverordnetenversammlung. „Wir Christdemokraten fordern deshalb alle politischen Kräfte auf, diese Pläne zu befürworten. Es ist zu hoffen, dass insbesondere SPD und FDP, die sich in den vergangenen Wochen durch unsachliche Kritik hervorgetan haben, jetzt zum Wohle der Stadt handeln und diese Lösung unterstützen“, so Litzinger weiter.

"Kommunikation bleibt verbesserungswürdig"

Äußerst kritisch findet die CDU jedoch, dass Bürgermeister Glöckner die Fraktionen einmal mehr nicht rechtzeitig über wesentliche Planungen, die die Zukunft der Barbarossastadt betreffen, informiert habe. „Die Kommunikation der Rathausspitze bleibt weiterhin verbesserungswürdig. Bedauerlich ist, dass trotz der offenbar seit Monaten unter Ausschluss der städtischen Gremien stattgefundenen geheimen Verhandlungen weitere Kosten durch das eingeleitete Ausschreibungsverfahren verursacht wurden“, so Litzinger abschließend. thb



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