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Nebenbuhler erstochen: Sieben Jahre Jugendstrafe wegen Totschlags

Bad Soden-Salmünster/Hanau

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    Symbolbild: Pixabay

Bad Soden-Salmünster/Hanau. Weil er seinen Nebenbuhler im September vergangenen Jahres in Bad Soden-Salmünster mit einem Messer erstochen haben soll, ist ein zur Tatzeit 17-Jähriger aus Sinntal am Montag von der Jugendkammer des Hanauer Landgerichts zu sieben Jahren Jugendstrafe wegen Totschlags verurteilt worden.

Artikel vom 13. Mai 2019 - 14:20

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Von Thorsten Becker

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptangeklagten wegen Totschlags eine Jugendstrafe von acht Jahren gefordert, knapp unter der Höchststrafe von zehn Jahren, die das Jugendgerichtsgesetz (JGG) vorsieht. Gegen einen 17-jährigen Mitangeklagten, der das Tatmesser an den Hauptangeklagten weitergegeben haben soll, beantragte die Anklagebehörde eine Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Der Mittäter ist wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung zu 1,5 Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. 

Anders sah es die Verteidigung der beiden Jugendlichen. Sie forderte Freisprüche für beide. Im Falle einer Verurteilung wurden deutlich geringere Jugendstrafen angeregt. Wie berichtet, soll ein Streit um ein Mädchen Hintergrund der Bluttat am 14. September 2018 in der Kurstadt gewesen sein. Bei einer Aussprache soll der Streit dann ein tödliches Ende genommen haben. Das Opfer starb an Stichen in den Hals und Oberkörper.

Seit März hatte die Jugendkammer mehrere Prozesstage angesetzt, um das Tatgeschehen zu untersuchen. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil beide Angeklagte minderjährig sind. Das JGG sieht vor, dass der Schutz der Persönlichkeit von Jugendlichen höher wiegt als das öffentliche Interesse an dem Prozess. 



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