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"MKK schreibt": Schulteams bereiten sich auf Diktatwettbewerb vor

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    Ganz schön knifflig: Rund 70 Teilnehmer zeigten bei der ersten Auflage des Diktatwettbewerbs "MKK schreibt" im vergangenen Jahr ihr Rechtschreibkönnen. Am Ende stellten zwei Teilnehmerinnen sogar einen neuen Rekord auf und fuhren zum überregionalen Finale nach Frankfurt. Archivfoto: Mike Bender

Region. Bei Schülern, Eltern und Lehrern von sieben weiterführenden Schulen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis werden derzeit besonders fleißig Grundregeln und Sonderfälle der deutschen Rechtschreibung geübt. Denn in weniger als acht Wochen steht die zweite Auflage des großen Diktatwettbewerbs "MKK schreibt" an. 

Artikel vom 24. März 2019 - 14:47

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Von David Kirchgeßner

Am 16. Mai heißt es für Schulteams aus jeweils fünf Schülern, zwei Lehrkräften und drei Eltern in der Mensa der Hohen Landesschule in Hanau: „Handys aus, Hefte raus, Ohren und Stifte gespitzt: Wir schreiben ein Diktat!“ Als Geburtsstadt der Brüder Grimm, der Urväter der Germanistik, hat Hanau einen ganz besonderen Bezug zur deutschen Sprache.

Erfolg im vergangenen Jahr 

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr richtet der HANAUER ANZEIGER daher auch 2019 wieder den lokalen Entscheid des bundesweiten Wettbewerbs gemeinsam mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main aus. Unterstützt wird das Projekt von der Ursula-Berenbrok-Winterstein-Stiftung sowie dem Dudenverlag und dem Buchladen am Freiheitsplatz.

Der große Diktatwettbewerb soll dazu beitragen, auf sportliche, heitere und lehrreiche Art und Weise Sprachkultur zu vermitteln und die Freude an der deutschen Sprache zu wecken. Zentrales Element des Wettbewerbs ist ein Diktat, das gemeinsam geschrieben und anschließend gleich korrigiert wird.

Ein extra vom HA beauftragter Autor verfasst derzeit unter höchster Geheimhaltung den Diktattext mit Brüder-Grimm-Bezug. Dabei muss er sich an zahlreiche Vorgaben halten, um die ungefähre Vergleichbarkeit zu den Texten der anderen Wettbewerbsstandorte zu gewährleisten. 

Kurzes Diktat 

Das Diktat sollte beispielsweise nicht länger als 20 Minuten dauern und aus 200 bis 220 Wörtern bestehen. Etwa jedes vierte bis fünfte Wort davon ist eine sprachliche Hürde, die es zu meistern gilt. Jede dieser schwierigen Stellen wird außerdem in einem Kommentar erklärt. 

Die Texte bewegen sich auf einem fortgeschrittenen Niveau. Zugleich soll der Schwierigkeitsgrad jedoch weder jüngere Schüler überfordern noch die Älteren unterfordern. Der Text soll laut Polytechnischer Stiftung „anregend, humorvoll und verständlich sein“ und „den Reichtum und die Vielfalt der deutschen Sprache in Wörtern und Schreibweisen erlebbar machen“.

Ziel ist es, zu zeigen, dass die deutsche Rechtschreibung lernbar ist. „Der Text und das Schreiben sollen allen Spaß machen“, heißt es in den Vorgaben der Polytechnischen Gesellschaft. Alle Texte müssen letztendlich an den Duden zur finalen Korrektur und Freigabe geschickt werden. 

Hanaus bester Vorleser 

Vortragen wird das hiesige Diktat Niklas Duphorn, Hanaus bester Vorleser 2018 und Schüler der siebten Klasse der Otto-Hahn-Schule. Korrigieren müssen nicht etwa die Lehrer alleine, sondern jeder nimmt sich seinen eigenen Text vor. Nur die Besten reichen ihre Diktate dann zur finalen Korrektur bei einer Fachjury ein. 

Aus jeder Kategorie (Schüler, Eltern, Lehrer) werden schließlich noch am Abend selbst die jeweils drei besten Teilnehmer ausgezeichnet. Die Rechtschreibchampions der Lokalwettbewerbe qualifizieren sich gleichzeitig für das überregionale Finale am 27. Juni 2019 im Frankfurter Goethe-Gymnasium. Auf die Gewinner warten attraktive Preise. 

Dass es im Main-Kinzig-Kreis regelrechte Rechtschreibkoryphäen gibt, bewiesen vergangenes Jahr Eva Molitor, Lehrerin an der Hohen Landesschule, und Maren Schmidt aus dem Leserteam, die ihren Text fast fehlerfrei abgaben und nur ein Wort falsch geschrieben hatten. Auf dem zweiten Platz (vier Fehler) landeten Eva Kauke, Karl-Rehbein-Schule, und Joachim Schieb vom Franziskanergymnasium Kreuzburg aus Großkrotzenburg. 

Überregionaler Wettbewerb

Der Deutsch- und Lateinlehrer sorgte dann auch beim bundesweiten Finale in Frankfurt für einen MKK-Erfolg. Bereits 2017 war er einer der drei Gesamtsieger, 2018 belegte er den zweiten Platz in der Lehrer-Kategorie. In diesem Jahr sitzt Schieb sogar selbst in der Jury des überregionalen Wettbewerbs. 

Beste Schüler bei „MKK schreibt“ 2018 waren mit neun Fehlern Eileen Kim Reichelt von der Hohen Landesschule und Kreuzburgschüler Lukas Hiemsch. Bei den Eltern ganz vorne war Doris Bos (zwei Fehler, Karl-Rehbein-Schule).

Bis es im Mai wieder so weit ist, werden wir für die Leser dieser Zeitung regelmäßig Auszüge aus Diktaten der vergangenen Jahre abdrucken. Natürlich werden auch unsere Redakteure sich intensiv mit den Herausforderungen der deutschen Rechtschreibung beschäftigen, um nicht nur am 16. Mai im HA-Team so wenige Fehler wie möglich zu machen.

Weitere Informationen zum Diktatwettbewerb sowie viele Übungen und Testdiktate gibt es auf unserer Website zur Veranstaltung.

›› mkk-schreibt.de



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