Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
heiter
13 ° C - heiter
» mehr Wetter

Sturmtief Bennet hält Einsatzkräfte an Rosenmontag in Atem

Region Hanau

  • img
    Umgestürzte Bäume hielten die Feuerwehr Hanau am Rosenmontag in Atem. Foto: Feuerwehr Hanau
  • Zudem sorgten umgestürzte Bäume für gesperrte Straßen und Zugverspätungen im gesamten Kreis. Aber auch Dächer deckte das Sturmtief ab. Foto: Feuerwehr Hanau
  • Ein umgestürzter Baum in Hanau-Wilhelmsbad. Foto: Reinhard Paul

Region Hanau. Heftige Windböen haben am Rosenmontag zu zahlreichen Einsätzen für Polizei und Feuerwehr geführt. Betroffen war überwiegend der Kreis Offenbach, aber auch aus dem östlichen Main-Kinzig-Kreis gingen mehrere Notrufe ein. 

Artikel vom 04. März 2019 - 14:31

Anzeige

Bis zum frühen Nachmittag mussten die Ordnungshüter zu mehr als 50 Einsätzen ausrücken, bei denen es vermutlich bei Sachschäden blieb. Über verletzte Personen wurde zunächst nichts bekannt. 20 Einsatzstellen arbeiteten allein die 40 hauptamtlichen Kräfte und die Einsatzabteilungen der Stadtteile Hanau-Mitte, Großauheim, Steinheim und Wolfgang bis in den Abend hinein ab. So deckten Sturmböen in Steinheim in der Kirchstraße Teile eines Dachs ab, das daraufhin gesichert werden musste.

Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern fegte Sturmtief Bennet über den Main-Kinzig-Kreis hinweg. Mehrere Straßen mussten wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden, es kam zu Einschränkungen und Verspätungen im Bahnverkehr. Der Rosenmontagszug in Bad Soden-Salmünster wurde genauso wie die traditionellen Veranstaltungen in Fulda, Seligenstadt und Neu-Isenburg abgesagt.

Als eine der ersten Wehren rückte um kurz vor 10 Uhr die Nidderauer Stadtteilwehr Windecken zu einem umgestürzten Baum auf der Bahnstrecke Nidderau-Schöneck aus. Bis der Baum auf Höhe der Straße „Am Nidderfeld“ beseitigt war, wurden sämtliche Zugverbindungen gestoppt. Auf der Bahnlinie zwischen Aschaffenburg und Hanau lag ebenfalls ein umgestürzter Baum im Gleisbereich. Die Strecke war für mehrere Stunde gesperrt.

In der Folge kam es bis in die frühen Abendstunden zu Verspätungen und Teilausfällen. Ähnliche Behinderungen gab es im Kreis Aschaffenburg. Eine große Fichte war kurz vor dem Bahnhof Mömbris auf die Gleise gestürzt und die Strecke in Richtung Alzenau/Kahl blockiert.

Erster Alarm gegen 11:30 Uhr

Gegen 11.30 Uhr ging in Gelnhausen der erste Alarm ein, vier Bäume mussten im Stadtgebiet beseitigt werden. Außerdem wurde „Vor der Kaserne“ ein Dach abgedeckt. Das gleiche Schicksal ereilte einen Gewerbebetrieb in Hailer-Ost. Die Feuerwehr Gelnhausen wurde mit dem Teleskopmast zudem nach Gründau-Lieblos alarmiert. Dort musste das Blech an einem Schornstein gesichert werden.

Zu mehreren Sturmeinsätzen wurde auch die Feuerwehr Bad Orb alarmiert. Gleich an mehreren Stellen blockierten Äste und Bäume die Fahrbahnen. Die Arbeiten dauerten insgesamt fast vier Stunden an. 

Komplett gesperrt werden musste die Landesstraße 3178 zwischen den Steinauer Stadtteilen Uerzell und Ulmbach, nachdem gleich mehrere Bäume auf die Fahrbahn gestürzt waren. Zu Behinderungen kam es auch auf der A66 in Höhe von Hanau-West in Fahrtrichtung Fulda wegen Sturmschäden. Der rechte Fahrstreifen war gegen 12.30 Uhr auf der A45 zwischen Altenstadt und der Raststätte Langen-Bergheim von einem umgestürzten Baum blockiert.

Auch Fehlalarm gemeldet

In Freigericht wurde die Feuerwehr zunächst zu „Baum auf Pkw“ in die Geiselbacher Straße nach Horbach alarmiert, später drohten im Ortsteil Somborn von einem Wohnhaus Dachziegel abzustürzen. Zu einem Fehlalarm rückte die Feuerwehr Maintal in den Südring in Dörnigheim aus. Im Laufe des Vormittags wurde dann in Hochstadt ein instabiler Ast eines Baums aus Sicherheitsgründen entfernt.

„Baum auf Straße“ hieß es auch im Bereich der Bergkirche Niedergründau sowie gleich mehrfach in Schlüchtern. In Großkrotzenburg hatte ein Telefonmast den starken Windböen nicht standgehalten. Auch in Brachttal, Biebergemünd, Jossgrund, Linsengericht, Bruchköbel und Bad Soden-Salmünster rückten die Wehren zu Unwetterschäden aus, nähere Informationen zu diesen Einsätzen lagen noch nicht vor. 

Die Sturmwarnung galt am Rosenmontag noch bis 20 Uhr, allerdings beruhigte sich die Wetterlage in den Nachmittagsstunden. Der Hessische Waldbesitzerverband warnt die Menschen in einer Mitteilung jedoch davor, in den nächsten Tagen die Wälder zu betreten. Bäume würden bei einem Sturm oft nur angeschoben und fielen erst Tage später um, auch Äste könnten noch herunterfallen.az/mf



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.