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Betreiberwechsel Busse: Positive Zwischenbilanz

Main-Kinzig-Kreis

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    . Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises Winfried Ottmann, Geschäftsführer der DeinBus Verkehrs-GmbH Walter Schützenhofer , Geschäftsführer der HEUSER Omnibusunternehmen GmbH & Co. KG Uwe Bahr sowie Prokuristin der KVG Main-Kinzig Anja Preuß vor dem neuen Mercedes-Benz CapaCity L. Foto: Foto: Christian Di Giandomenico/Privat

Main-Kinzig-Kreis. Vier Wochen sind seit dem Betreiberwechsel im Linienbündel 2 (Stadtbusverkehr Nidderau) sowie im Linienbündel 6, Teil 2 (Gelnhausen – Langenselbold) vergangen. Verkehrsdezernent Winfried Ottmann und die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) ziehen eine erste positive Zwischenbilanz.

Artikel vom 28. Februar 2019 - 15:39

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„Der Betriebsstart verlief trotz der sehr kurzen Vorlaufzeit von nur wenigen Wochen reibungs- und geräuschlos“, fasst Winfried Ottmann Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent zusammen. „Wir sind sehr zufrieden mit der erbrachten Qualität und dem Management der Busunternehmen“, so der Verkehrsdezernent laut Pressemitteilung. 

Verspätungen, Ausfälle und chaotische Zustände im Busverkehr wurden bis zum Betreiberwechsel am 3. Februar dieses Jahres von den Fahrgästen beim Beschwerdemanagement der KVG reklamiert. Die Kreisverkehrsgesellschaft nutzte sämtliche rechtlichen Möglichkeiten und zog unzählige Vertragsstrafen. Nach dem Betreiberwechsel ist es erstmals ruhig geworden.

Busse senden Echtzeitdaten

„Endlich erhalten unsere Fahrgäste die gewohnte und gute Qualität, die wir ihnen bereitstellen wollen“, freut sich Winfried Ottmann, Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent, „insbesondere die sauberen Fahrzeuge und die Ergebnisse des intensiven Fahrertrainings zu Tarif- und Beförderungsbestimmungen werden von den Fahrgästen sehr positiv aufgenommen.“

Die Fahrgäste können sich zudem auf den Linien MKK-54, MKK-56 und MKK-57 über Verspätungen nun besser informieren, denn die Busse senden Echtzeitdaten, sodass über gängige Auskunftssysteme die voraussichtliche Ankunftszeit eingesehen werden kann. Dieser Service soll in Kürze auch im Linienbündel 2 nutzbar sein.

Neuer Fahrzeugtyp im Einsatz

„Es war ein gewaltiger Kraftakt seitens der Bietergemeinschaft DeinBus/VBN und dem Kooperationspartner der Firma Heuser notwendig, um dieses gute Ergebnis gleich zu Beginn des Betriebsstarts erzielen zu können“, resümieren die Geschäftsführer Walter Schützenhofer der DeinBus Verkehrs-GmbH und Uwe Bahr von der Heuser Omnibusunternehmen GmbH & Co. KG. „Wir sind sehr zufrieden, dass sich die Mühen rentiert haben und unser Auftraggeber und die Fahrgäste uns dieses Ergebnis bestätigen“, so die Kooperationspartner.

Erstmals im Einsatz ist ein neuer Fahrzeugtyp, der Mercedes-Benz CapaCity L, ein Gelenkbus mit Überlänge. „Das Fahrzeug verfügt über fünf doppelbreite Türen und gewährleistet dadurch einen schnellen Fahrgastwechsel, was besonders wichtig ist an hoch frequentierten Haltestellen und in der Hauptverkehrszeit“, erklärt Walter Schützenhofer. Bei Maximalbesetzung nimmt der Bus bis zu 189 Fahrgäste auf. Videokameras überwachen zudem den Bereich des Einstiegs an den Türen drei bis fünf. Wenn die Türen geöffnet werden, kann der Fahrer auf seinem Monitor sämtliche Vorgänge an den Türen auf einen Blick beobachten.

Einige Fahrten vorverlegt

Aktuell finden seitens der KVG Main-Kinzig Betriebsbeobachtungen statt, die insbesondere Aufschluss über Verspätungen und Kapazitätsverschiebungen auf einzelnen morgendlichen Fahrten geben sollen. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens um Hanau ist der Gestaltungsspielraum sehr begrenzt. „Ziel unseres Mobilitätsmanagements ist es, gemeinsam mit den Unternehmen Lösungen zu finden, die einen über alle Werktage stabilen Fahrplan garantieren“, so Anja Preuß.

Aus diesem Grund werden bereits zum 11. März 2019 die Fahrten 54002, 54006, 56006 und 54012 um jeweils fünf Minuten vorverlegt, um eine bessere Anschlusszeit der Fahrt 54012 am Bahnhof Langenselbold für Pendler in Richtung Frankfurt, die den Regionalexpress nutzen möchten, zu ermöglichen. Die tägliche Reisezeit verkürzt sich in diesem Fall um 12 Minuten. Die Änderungen werden rechtzeitig auf der KVG Homepage kommuniziert.

Prüfung von Optimierungen

Eine aktuelle Herausforderung ist laut KVG die Anschlusssicherung zwischen den lokalen und regionalen Buslinien. Langfristig könnte dies mit dynamischen Fahrzielanzeigen an den Umstiegshaltestellen gelöst werden. „Zwischenzeitlich gilt es vor allem, die Fahrer der unterschiedlichen regionalen- und lokalen Buslinien zu sensibilisieren und eine manuelle Abfrage der Echtzeitdaten per Handy zu tätigen“, erklärt Walter Schützenhofer.

Nach dem erfolgreichen Betriebsstart ist jetzt ein Austausch mit den beteiligten Unternehmen und Kommunen geplant, um zu prüfen, welche Optimierungen noch notwendig und umsetzbar sind“, fasst Winfried Ottmann die nächsten Arbeitsschritte der KVG zusammen.

Kürzere Fahrzeuge bestellt

Die Freude über den Betreiberwechsel ist auch beim Stadtverkehr Nidderau groß. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, berichtet Katja Adams, Fachbereichsleiterin für Umwelt, Abfall, ÖPNV. „Alle Rückmeldungen sind äußerst positiv, insbesondere hinsichtlich des eingesetzten Fahrpersonals.“

„Übergangsweise werden aktuell größere Fahrzeuge eingesetzt, neue, etwas kürzere Fahrzeuge sind jedoch schon mit einer roten Fahrzeuglackierung, in Anlehnung an das Stadtwappen, bestellt und werden langfristig zum Einsatz kommen“, informiert Stroh-Prokurist Rolf Heuser.

In Nidderau sieht man sich jedoch nach einem guten Monat nach Betriebsstart schon wieder mit neuen, großen Herausforderungen konfrontiert: Eine umfangreiche Sanierung der Bahnhofstraße in Heldenbergen beginnt ab Montag,  4. März, und wird voraussichtlich bis Juni 2020 andauern. Ein geändertes Stadtbuskonzept und ein Baustellenfahrplan müssen interimsweise greifen. Alle Informationen zu den Baustellen, der modifizierte Fahrplan und der Liniennetzplan sind auf der Homepage der KVG abrufbar. Die Fahrplanänderungen wurden zudem in die elektronische Verbindungsauskunft des RMV integriert.

Verbindungen in Nidderau

Sobald sich der Baustellenfahrplan eingespielt hat, planen die Kreisverkehrsgesellschaft und die Stadt, das Stadtbuskonzept gezielt zu bewerben. „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger auf gute Verbindungen aufmerksam machen und zeigen, für welche Fahrziele sich die Nutzung des Stadtbusses sehr gut eignet“, erklärt Anja Preuß.

„Als Beispiel kann etwa die gute Anbindung aus Nidderau-Erbstadt und Eichen kommend an das Kino, das Schwimmbad, die Neue Mitte und das Familienzentrum mit den Linien MKK 45.1, welche in die Linie MKK-45.2 wechselt, sowie die Linie MKK-45.3 aus Ostheim kommend, genannt werden“, erklärt Dula Avdic, Mobilitätsmanagerin der KVG. „Auch der Reiterhof ‚Höhenhof‘ an der Haltestelle ‚Zimmerplatz‘ in Nidderau-Ostheim kann mit der Linie MKK 45.2 im Bedienungszeitraum stündlich erreicht werden und macht somit so manche Elterntaxi überflüssig.“

 



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