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Der MKK hat zum Jahreswechsel alle Kassenkredite abgelöst

Main-Kinzig-Kreis

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    Positive Bilanz: Der Gesamtschuldenstand des Main-Kinzig-Kreises wurde seit 2012 von 652 Millionen auf nun 224 Millionen Euro gesenkt. Foto: PM

Main-Kinzig-Kreis. Der Main-Kinzig-Kreis hat zum Jahresanfang seinen Kassenkreditrahmen auf null setzen können und ist somit erstmals in der Geschichte des Main-Kinzig-Kreises frei von Kassenkrediten. Das schreibt Landrat und Finanzdezernent Thorsten Stolz in einer Pressemitteilung.

Artikel vom 11. Januar 2019 - 14:28

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„Die Entschuldung unseres Kreises ist damit einen weiteren großen Schritt vorangekommen. Das ist eine sehr gute Entwicklung, aber wir müssen hier weiter am Ball bleiben.“

Entsprechend müsse der Kreis seine Konsolidierungsbestrebungen fortsetzen, die Umsetzung wichtiger Zukunftsinvestitionen und auch Städte und Gemeinden weiterhin unterstützen, so Thorsten Stolz weiter. Immer eine stabile wirtschaftliche Gesamtentwicklung vorausgesetzt, hält er ab dem Jahr 2020, nach der bereits durchgeführten Senkung der Kreis- und Schulumlage in 2018, weitere Entlastungen für die Kommunen für möglich. 

Liquiditätsreserve über rund zwölf Millionen Euro

Mit der Hessenkasse ist es dem Main-Kinzig-Kreis möglich geworden, einen großen Teil seiner restlichen Kassenkredite abzulösen. Denn selbst nach erfolgreichem Verlassen des „Schutzschirms“ des Landes Hessen betrug die Summe der Altdefizite noch rund 170 Millionen Euro. Dieses Minus, das Ende 2017 sogar noch bei über 200 Millionen Euro lag, wurde nun über die Hessenkasse und auslaufenden Überschüssen abgebaut. 

Der Main-Kinzig-Kreis ist mit dem Programm Hessenkasse im Umkehrschluss verpflichtet, bis 2025 jedes Jahr rund 10,3 Millionen Euro an weiteren Überschüssen zu erwirtschaften und die durch die Hessenkasse abgelösten Kassenkreditverbindlichkeiten zu tilgen. Zudem baut der Kreis den Vorgaben entsprechend einmalig in diesem Jahr eine so genannte Liquiditätsreserve über rund zwölf Millionen Euro auf.

Senkung um über 400 Millionen Euro

Zu beachten sei die Entwicklung der Steuereinnahmen, die sich bereits im vergangenen Jahr spürbar abgeflacht und im Jahresverlauf deutlich unter den vorausberechneten Zahlen gelegen habe. Die Prognosen des Bundesfinanzministeriums zum künftigen Steueraufkommen gäben zumindest keinen Anlass zu neuer Euphorie.
Die gute Lage der letzten Jahre habe der Kreis genutzt, heißt es in der Pressemitteilung. Denn: Der Gesamtschuldenstand des Main-Kinzig-Kreises wurde seit 2012 von 652 Millionen auf nun 224 Millionen Euro gesenkt. zeh



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