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Neue Palliativstation für Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern

MKK/Schlüchtern

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    Dr. Diana Mäser (Dritte von links), Landrat Thorsten Stolz (Fünfter von links), Monika Dietz-Geis (Siebte von links) und Professor Dr. Dirk Meininger (Zweiter von rechts) eröffneten symbolisch die Station. Foto: Noll

Schlüchtern. Mit der Eröffnung der neuen Palliativstation im zweiten Obergeschoss des Erweiterungsbaus der Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern können nun auch Patienten, die unter einer weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden und sich in der letzten Lebensphase befinden, ganzheitlich betreut werden.

Artikel vom 05. November 2018 - 16:21

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Von Kathrin Noll

Landrat Thorsten Stolz (SPD) sprach von einem „sehr guten Tag für die Gesundheit und die Menschen in der Region“. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um die wohnlich und modern gestalteten Räume zu besichtigen.

In seiner Eröffnungsrede dankte der Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken, Dieter Bartsch, dem Main-Kinzig-Kreis für seine Unterstützung. Der Kreis hatte die neue Palliativstation mit 1,9 Millionen Euro gefördert. In der neuen Station sollen künftig Patienten behandelt werden, bei denen die Möglichkeiten der modernen Medizin zur Heilung ausgeschöpft sind. Im Mittelpunkt der Behandlung steht dann die Befreiung oder Linderung von schwerwiegenden Symptomen wie Schmerzen.

Besondere Lage der neuen Station

Landrat Stolz kündigte an, dass der Kreis in den kommenden Jahren im Rahmen des Strategieprojekts „Gesunde Kliniken 2020“ weit über 70 Millionen Euro in die Standorte Gelnhausen und Schlüchtern investieren werde. Mit Blick auf den demografischen Wandel – bereits heute seien 114 000 der insgesamt 418 000 Einwohner im Kreisgebiet 65 Jahre oder älter – sei es wichtig, eine gute soziale Infrastruktur zu schaffen, so Stolz.

Prof. Dr. Dirk Meininger, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Anästhesiologie, hob die besondere Lage der neuen Station hervor. „Ich bin tief beeindruckt, wie hier die Verbindung mit der Natur und dem Leben draußen geschaffen wird“, sagte er angesichts des Ausblicks auf die Wälder ringsum. Zudem stellte er die ärztliche und die pflegerische Leiterinnen der neuen Station – Dr. Diana Mäser und Monika Dietz-Geis – vor, die seit zehn Jahren gemeinsam auf den Aufbau einer Palliativstation hingearbeitet hätten.

Würde und individuelle Bedürfnisse der Patienten haben Priorität

„Ich finde kaum Worte dafür, dass dieser Traum nun in Erfüllung geht“, freute sich Mäser und erläuterte Konzept und Grundwerte der Palliativmedizin und -pflege, bei dem die Würde und die individuellen Bedürfnisse des Patienten Priorität hätten. Um Lebensqualität zu verbessern, Alltagskompetenzen zu erhalten und zu fördern und Leid zu lindern, stehe ein multiprofessionelles Team zur Verfügung: Ärzte, Pflegende, Psychoonkologen, Physio-, Ergo- und Musiktherapeuten, aber auch die Pflegeüberleitung, Seelsorger und ehrenamtliche Hospizhelfer.

Nach dem Grußwort und Segen der Klinikseelsorgerinnen Dorothee Stitz und Bärbel Hammann, die ein Bild des Künstlers Uwe Appold mit dem Titel „Vater unser“ als Geschenk überreichten, erfolgte mit dem Durchschneiden des Bandes die offizielle Freigabe. Nun hatten die Besucher Gelegenheit, die neue Station bei einem Rundgang zu erkunden.

Schon beim Betreten fallen das freundlich-helle Ambiente, die moderne und doch gemütliche Einrichtung und die behütete Wohnlichkeit ins Auge, die statt der üblichen Krankenhausatmosphäre Geborgenheit ausstrahlen. Derzeit befindet sich das Palliativ-Team noch in der Vorbereitung, die Patientenversorgung startet voraussichtlich Anfang Dezember.



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