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Sturmtief "Fabienne": Zahlreiche Einsätze im Main-Kinzig-Kreis

Main-Kinzig-Kreis

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    Der Herbststurm „Fabienne“ fegte am Sonntag auch durch den Vollmerzer Ortsteil Ramholz. Besonders im Bereich des Schlosses fällte er einige Bäume und riss Äste ab. Auch die Feuerwehr musste ausrücken, um einen Baum zu zersägen, der auf der Parkstraße lag. Foto: Dörr

Die Region Hanau ist von den Auswirkungen des Sturmtiefs "Fabienne" weitgehend verschont worden. Im Ostkreis und in Unterfranken kam es hingegen zu größeren Einsätzen der Rettungskräfte.

Artikel vom 24. September 2018 - 11:35

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 Hoher Sachschaden entstand in Gelnhausen, durch Mernes schoss eine Schlammlawine.

An circa 16.30 Uhr ging heftiger Starkregen über dem Main-Kinzig-Kreis nieder, diesmal zog Sturmtief "Fabienne" von Westen ins Kreisgebiet hinein. Zu den ersten Feuerwehren, die alarmiert wurden, gehörten somit auch die Feuerwehren in Nidderau und Schöneck. Vollgelaufene Keller und herabgestürzte Äste erwarteten die Einsatzkräfte.

Die Maintaler Stadtteilwehr Dörnigheim wurde am Nachmittag zu zwei Einsätzen gerufen: An einem Gebäude in der Kennedystraße waren durch starke Sturmböen Dachziegel gelöst worden und drohten auf die Straße zu stürzen. Die Dachziegel wurden entfernt beziehungsweise gesichert. In der Kesselstädter Straße wurde ein umgestürzter Baum von der Fahrbahn entfernt.

Zu mehreren Einsatzstellen im Stadtgebiet wurde auch die Feuerwehr Bad Orb alarmiert. Im Wesentlichen handelte es sich auch hier um Äste die Fahrbahnen blockierten oder Kanaleinläufe, die verstopft waren und dadurch Überschwemmungen verursachten.

Die technische Einsatzleitung wurde in Gelnhausen alarmiert, um die zahlreichen Einsatzstellen zu koordinieren. Insgesamt zwölf Mal wurden alle Stadtteilwehren zu Hilfe gerufen. Für einen erheblichen Sachschaden sorgten herausgeschwemmte Gullideckel im Buchenweg. Zwei Fahrzeugführer konnten diese Gefahrenstelle nicht erkennen und fuhren mit ihren Pkw in die Löcher. An den Wagen entstand erheblicher Sachschaden, sie mussten abgeschleppt werden.

Kurzzeitig gesperrt war die B276 zwischen Schlierbach und Hesseldorf: Um 19.46 Uhr wurde die Feuerwehr Schlierbach zu einem umgestürzten Baum alarmiert, der mit einer Motorsäge zerkleinert und schließlich von der Fahrbahn entfernt wurde.

Zumindest keine Verpflegungsprobleme sollte die Feuerwehr Somborn bekommen haben. Um 21.19 Uhr wurde sie in die Alte Bahnhofstraße alarmiert, dort stand der Keller einer Pizzeria unter Wasser.

Die Feuerwehr Birstein wurde um 17.30 Uhr in die Rhönstraße alarmiert. Auch dort war ein Keller voll Wasser gelaufen, der zügig trocken gelegt wurde. In Brachttal-Hellstein hatte die Feuerwehr acht Einsatzstellen abzuarbeiten, darunter abgedeckte Dächer, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume.

Der Starkregen führte auch in Bad Soden-Salmünster zu mehreren Feuerwehr-Einsätzen. In Bad Soden stürzte ein Baum in der Hegelstraße auf ein Auto und rief um 17:50 Uhr die Feuerwehr Bad Soden auf den Plan. Verletzt wurde dabei niemand. Unabhängig davon wurden die Voraushelfer fast zeitgleich zu einer Reanimation in Bad Soden alarmiert.

In Salmünster war zuvor die Feuerwehr ab 16:57 Uhr bei drei kleineren Einsatzstellen im Dienst: Gullideckel in der Beethovenstraße waren durch die großen Regenmengen in kurzer Zeit hochgedrückt worden. Ebenfalls war die Unterführung in der Weinstraße überflutet. Am Ortsausgang von Hausen war Schlamm und Geröll von der Baustelle eines Neubaugebietes in der Eichgrabenstraße auf die Landstraße L 3178 (Spessartstraße) gelangt. Die Salmünsterer Feuerwehr war hier im Einsatz.

Den größten Einsatz gab es aber um 17:04 Uhr in Mernes. Von einem Acker am Stacken hatten sich große Mengen an Erde und Geröll gelöst und schossen in einem Sturzbach mit dem Regenwasser etwa einen Kilometer durch den Ort. Vom 'Am Stacken' über die Landstraße L 3197 (Brückenauer Straße) bis runter durch die Salmünsterer Straße schoss die Schlammlawine und verschonte zahlreiche Höfe und Keller nicht.

In Unterfranken gingen in der Einsatzzentrale der Polizei zwischen 16.30 Uhr und 19.30 Uhr insgesamt 359 Notrufe ein. az/lg

 



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