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Einwohnerzahlen: Hanau und Erlensee wachsen besonders stark

Main-Kinzig-Kreis

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    Foto: PM

Die Einwohnerzahl im Kreis steigt weiter. 417 667 Einwohner zählt der Main-Kinzig-Kreis in der vorgelegten aktuellsten Erhebung des Statistischen Landesamtes mit Stichtag zum 30. Juni 2017. Hanau, Erlensee, Ronneburg, Hammersbach, Niederdorfelden und Bad Orb gehören demnach zu den Kommunen mit dem stärksten Bevölkerungswachstum.

Artikel vom 17. Juli 2018 - 10:40

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Der ausgewiesene Gesamtzuwachs von 0,23 Prozent bedeutet, das im Main-Kinzig-Kreis im vergangenen Sommer 952 Personen mehr lebten als ein Jahr zuvor. Den höchsten absoluten Zugewinn verzeichnete dabei die Stadt Hanau mit einem Zuwachs von 476 Einwohnern (plus 0,5 Prozent).

Nach offiziellen Angaben lebten hier zum Stichtag 95 846 Menschen. Hanau gehört dabei zu den wenigen Städten und Gemeinden, in denen es mehr Geburten als Sterbefälle gab. Die angehende Großstadt ist auch die Kommune, die den höchsten Ausländeranteil im Main-Kinzig-Kreis vorzuweisen hat. 25,3 Prozent der Einwohner waren „Nichtdeutsche“, wie es in der amtlichen Statistik formuliert wird.

In Maintal wuchs die Einwohnerzahl um 0,42 Prozent oder 162 Personen auf nunmehr 38 901. Auch hier hat annähernd jeder Vierte keinen deutschen Pass (22,75 Prozent).

„Es zeigt sich einmal mehr, dass der Main-Kinzig-Kreis eine attraktive und wachstumsstarke Region ist“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Zwar sei die Entwicklung von Ort zu Ort sehr unterschiedlich, aber der ländliche Raum werde in den kommenden Jahren aufholen, ist der Landrat überzeugt. So bewegt sich der Einwohner-Rückgang in der östlichen Bergwinkelregion um Schlüchtern mit minus 0,21 Prozent nicht mehr auf dem deutlich höheren Niveau wie vor zehn Jahren, als 2008 ein Verlust von minus 0,44 Prozent zu verkraften war.

Die höchsten prozentualen Zuwachsraten wurden für Erlensee (plus 1,45 Prozent), Jossgrund (plus 1,04 Prozent), Ronneburg (plus 1,02 Prozent), Hammersbach (plus 0,85 Prozent), Niederdorfelden (plus 0,80 Prozent) und Bad Orb (plus 0,77 Prozent) ausgewiesen.

Den deutlichsten Rückgang gibt es in Brachttal ( minus 1,13 Prozent), Flörsbachtal (minus 1,03 Prozent), Neuberg (minus 0,78 Prozent) und Bad Soden-Salmünster (minus 0,50 Prozent).

Bemerkenswert ist der Blick auf die Geburtenrate. Hier liegt der kleine Ort Flörsbachtal vorne, denn die 13 Neubürger bedeuten bei einer Einwohnerzahl von 2340 eine Quote von 0,56 Prozent im ersten Halbjahr 2017. Ähnliche Quoten erreichten auch Gründau (0,52), Erlensee (0,51) und Maintal (0,5).

In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres sind 14 453 Menschen in den Main-Kinzig-Kreis gezogen, 13 071 haben den Kreis verlassen. Das ergibt einen „Wanderungsgewinn“ von 1382 Personen. Für Landrat Thorsten Stolz sind die vorgelegten Zahlen „klare Indizien für eine hohe Attraktivität sowie ein gesundes strukturelles Wachstum der Kommunen im Main-Kinzig-Kreis“.

Insgesamt stellt er fest, dass sich die Zahlen inzwischen wieder in dem Bereich vor der Flüchtlingswanderung einpendeln und somit ein realistisches Bild zulassen. So lag die Bilanz im ersten Halbjahr 2014 bei einem Plus von 1105 Personen, was einer Quote von 0,27 Prozent entspricht.

Klar erkennbar ist für Stolz zudem, dass der Main-Kinzig-Kreis auch nach einer Kreisfreiheit Hanaus weiter wachsen werde. „Insbesondere die Städte und Gemeinden entlang der A66 werden in den kommenden Jahren eine weitere positive Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen haben“, prognostiziert der Landrat. rg



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