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Sascha Raabe (SPD) kündigt Abschied aus Bundestag an

MainKinzigKreis

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    Sein letzter Wahlkampf: Im Juni 2017 hatte der HA hat den SPD-Bundestagsabgeordneten Sascha Raabe an seinem Lieblingsort in der Region - der Ronneburg - zum Gespräch getroffen. Archivfoto: Bender

Main-Kinzig-Kreis. Der SPD-Abgeordnete Sascha Raabe hat seinen Abschied aus dem Deutschen Bundestag angekündigt. Nach Ende der aktuellen Legislaturperiode will er nicht erneut kandidieren.

Artikel vom 20. Juni 2018 - 13:57

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In einer persönlichen Erklärung schrieb der Sozialdemokrat am Mittwoch: Vor kurzem bin ich 50 Jahre alt geworden. Ich möchte das zum Anlass nehmen, um rechtzeitig anzukündigen, dass ich in meiner zweiten Lebenshälfte nicht nochmal für eine erneute Mandatszeit für den Deutschen Bundestag kandidieren werde.“

Zuletzt war er im September 2017 mit 30,4 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 180 über die Landesliste erneut in den Bundestag eingezogen. Das Direktmandat hatte CDU-Kandidatin Katja Leikert (35,3 Prozent) geholt.

Beweggrund: Persönliche Lebensplanung
Der Entschluss stehe schon länger fest und sei losgelöst von der aktuellen politischen Situation, so Raabe. Hauptmotiv sei stattdessen seine persönliche Lebensplanung.

Mit Ablauf dieser Legislaturperiode wäre Raabe laut eigener Aussage 25 Jahre hauptberuflich in der Politik tätig, davon sechs Jahre als Bürgermeister (Rodenbach, Anmerkung der Redaktion) und 19 Jahre als Bundestagsabgeordneter.

"Stolz und dankbar"
Im Jahr 2002 war er zum ersten Mal in den Bundestag eingezogen. Insgesamt fünfmal wurde er in das Abgeordnetenhaus gewählt. „Ich bin stolz und vor allem dankbar, dass ich so oft das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen bekommen habe.“

Weiter erklärt er: „Ich gehe davon aus, dass ich auch bei der nächsten Wahl zumindest mit einem sicheren Listenplatz wieder in den Bundestag einziehen könnte, aber ich habe mich aus privaten Gründen entschieden, nicht noch einmal anzutreten.“

Nachfolge
Konkrete Pläne für die Zeit nach seiner Tätigkeit im Bundestag habe der studierte Politologe laut eigener Aussage noch nicht.

Der Grund der frühzeitigen Bekanntgabe seines Rückzugs sei, dass er der SPD möglichst lange vor der kommenden Bundestagswahl Zeit für die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin geben wolle. Besonders, „da aufgrund der aktuellen politischen Situation vorzeitige Neuwahlen nicht ausgeschlossen“ seien. Eine Empfehlung für die Nachfolge wolle er nicht abgeben.

Bis zum Ende der Legislaturperiode will er sich „mit Freude und voller Kraft für die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises und für mein Lebensthema, faire Handels- und Entwicklungspolitik, einsetzen.“



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