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Fliegenplage: Erste Untersuchungen abgeschlossen

Gründau

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    Die Fliegenplage ist in Gründau ein heiß diskutiertes Thema. Symbolbild: Pixabay

Gründau. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises, das Entsorgungsunternehmens Veolia Umweltservice West sowie die Gemeinde Gründau haben zur von Bürgern wiederholt beklagten Fliegenplage erste Stellungnahmen von Sachverständigen eingeholt.

Artikel vom 04. Juni 2018 - 11:38

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„Die jetzt vorliegenden Einschätzungen müssen nun in gemeinsamer Runde bewertet und in den kommenden Tagen konkretisiert werden“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Die beauftragten Fachleute – Schädlingsbekämpfer und Biologen – haben sich vor Ort einen Eindruck von der Situation gemacht und im Umkreis der betroffenen Gebiete mögliche Brutstätten für die „Gemeine Stubenfliege“ beschrieben. Außerdem wurden mit Blick auf die jeweiligen konkreten Rahmenbedingungen auch grundsätzliche Aussagen zur Vermehrung und Ausbreitung der Insekten getroffen.

Regierungspräsidium führe Überprüfung durch
Auf Bitte des Kreises hat zudem das Regierungspräsidium Darmstadt eine außerplanmäßige Überprüfung der Kompostanlage durchgeführt. Dabei wurde der Betriebszustand, der genehmigungskonforme Betrieb der Anlage sowie die Dokumentation der Zugangs- und Ausgangsmaterialien kontrolliert. Daraus hätten sich keine Auflagen ergeben, die Anlage wird unverändert weiterbetrieben.

Dennoch habe Betreiber Veolia in Abstimmung mit dem Kreis und der Gemeinde Gründau erste Sofortmaßnahmen umgesetzt, um die Fliegendichte auf der Kompostanlage zu reduzieren. So seien Fliegenfallen aufgestellt und ausgewählte metallische Oberflächen außerhalb der Reichweite von Besuchern der Anlage mit einem Fliegen-Kontakt-Präparat behandelt worden. Darüber hinaus habe sich der Betreiber mit anderen Anlagenbetreibern über biologische Bekämpfungsmaßnahmen ausgetauscht, die keine negativen Auswirkungen auf den Kompost und nach dessen Ausbringung im privaten wie agrarwirtschaftlichen Bereich auf Flora und Fauna haben.

Erste Erkenntnisse sollen verdichtet werden
In den kommenden Tagen sollen die Experten die ersten Erkenntnisse wissenschaftlich weiter verdichten. „Auf Grundlage der gesicherten Analysen insbesondere mit Blick auf die tatsächlichen Ursachen werden dann die entsprechenden Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Bekämpfung formuliert und eingeleitet“, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem solle ein Maßnahmenkatalog für alle denkbaren, insbesondere kurzfristig realisierbaren Bekämpfungsmaßnahmen erstellt werden.

Zur Information und Beteiligung der Bürgerschaft soll es dann eine entsprechende Versammlung geben, auf der die möglichen Maßnahmen vorgestellt werden. „Uns ist es wichtig, die Bürger aus erster Hand über alles Wesentliche zu informieren“, sagte Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) auf Nachfrage. zeh



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