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19-Jähriger aus Gründau überlebt schweren Unfall

Gründau

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    Wie durch ein Wunder hat Marco Lietzenmayer den schweren Unfall ohne bleibende körperlichen Schäden überlebt. Die Polizei nimmt seine Geschichte zum Anlass, um für mehr Vernunft bei jungen Autofahrern zu werben. Foto: PM

Gründau. Glück im Unglück: Marco Lietzenmayer kam im September vergangenen Jahres mit seinem Auto von der Straße ab und prallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik geflogen wurde.

Artikel vom 30. Mai 2018 - 12:29

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„Ich dachte, ich müsse sterben“, sagt der 19-Jährige aus Gründau heute. Aber er hat aus seiner Geschichte gelernt und nach eigenen Angaben seinen Fahrstil anschließend grundlegend geändert. Das berichtet die Sprecherin der Polizeipräsidiums Südosthessen, Andrea Ackermann, in einer Pressemitteilung.

Am Unfalltag hatte Marco nach einem gewonnenen Fußballspiel im Auto laute Musik gehört. Er war euphorisch – und unaufmerksam. „Jetzt fahre ich viel konzentrierter und lasse mich nicht mehr ablenken“, lautet seine Lektion.
„Herr Lietzenmayer hat glücklicher Weise keine bleibenden körperlichen Schäden davongetragen“, bewertet Polizeipräsident Roland Ullmann den Fall und ergänzt: „Positiverweise ging im vergangenen Jahr die Unfallzahl der jungen Fahrer um 159 zurück. Allerdings haben die jungen Beteiligten mehr als jeden zweiten Unfall selbst verursacht.“

18,59 Prozent der Unfallbeteiligten sind zwischen 18 und 24 Jahren
Zur Gruppe der „jungen Fahrer“ zählen bei der Polizei Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Auf den Straßen des Polizeipräsidiums Südosthessen war diese Gruppe an 2648 Unfällen beteiligt (2016: 2807). Das entspricht einem Anteil von 18,59 Prozent an der Gesamtunfallzahl. Zwei Menschen starben, 69 wurden schwer und 494 leicht verletzt (2016: zwei Tote, 79 schwer und 529 leicht Verletzte).

Seit dem Jahr 2013 sank die Verursacherquote der jungen Fahrer und erreichte in 2017 den niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre. Verschuldeten die 18- bis 24-Jährigen in 2013 noch 1603 der Unfälle, waren es im vergangenen Jahr insgesamt 1432.

Quote wird im Blick behalten
Für den Einsatzabteilungsleiter beim Polizeipräsidium, Claus Spinnler, ist das aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen: „Trotz der positiven Entwicklung sowohl bei der Unfallzahl als auch der Verursacherquote behalten wir diese Altersgruppe weiterhin im Blick. Denn die Hauptunfallursachen im Jahr 2017 waren die nicht angepasste Geschwindigkeit und das Fahren unter Alkohol und Drogeneinfluss.“

„Hier setzten wir wie auch im vergangenen Jahr auf Prävention vor Repression“, betonten Ullmann und Spinnler und ergänzten: „Wir sprechen die jungen Leute sowohl auf Informationsveranstaltungen an weiterführenden Schulen als auch bei gezielten Verkehrskontrollen direkt auf die Themen Alkohol, Drogen und zu schnellem Fahren an.“

Des Weiteren wird es im laufenden Jahr weitere Posts für die jungen Verkehrsteilnehmer in den sozialen Medien geben. Zudem führen versierte Polizeibeamte regelmäßig Fahrlehrerbeschulungen zum Thema Alkohol und Drogen durch. Nach Ansicht von Ullmann und Spinnler hat sich darüber hinaus das „begleitende Fahren ab 17 Jahren“ bewährt. thb



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